Daniela Mühleis löst Peter Reuter ab

Bürgermeister Helge Zychlinski gratuliert seiner Parteifreundin Daniela Mühleis zur Wahl als stellvertretende Gemeindebürgermeisterin. Foto: A. Wiese

Wedemärker Gemeinderat wählt neue stellvertretende Bürgermeisterin

Mellendorf (awi). Weil eine achte Klasse der IGS am Montagabend bis 21 Uhr die Ratssitzung verfolgte, tagte der Gemeinderat ausnahmsweise im Forum des Schulzentrums. So konnten die Schüler die Einwohnerfragestunde nicht nur für Fragen nutzen, sondern erlebten auch mit, wie die SPD-Ratsfrau und Anwältin Daniela Mühleis zur stellvertretenden Gemeindebürgermeisterin gewählt wurde.
Auch diesmal gab es allerdings eine Gegenkandidatin. Wie bereits in der Vergangenheit forderte FDP-Ratsherr Erik van der Vorm im Namen der kleinen Parteien, die im Rat rund 20 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigten, einen Stellvertreterposten für die kleinen Parteien und schlug dafür in Abwesenheit, aber mit deren Einverständnis die FDP-Ratsfrau Andrea Giese vor. Mühleis erhielt 22, Giese sieben Stimmen, der Rat war am Montagabend nicht vollständig. Damit ist die SPD-Ratsfrau Daniela Mühleis die Nachfolgerin ihres Parteikollegen Peter Reuter, der das Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, aber weiter Ratsherr und Ortsbürgermeister im Ortsrat Wedemark I bleibt. Ganz bewusst hatte Ratsvorsitzender Wolfgang Kasten zu Beginn der Sitzung die Länge der Einwohnerfragestunde begrenzt. Doch diese Zeitspanne nutzten die Schüler des achten Jahrgangs der IGS, die sich offensichtlich gut vorbereitet hatten, auch aus. Mehrfach erwähnt wurde das kaputte Dach der Wedemarksporthalle und die mangelnde Hygiene, fehlendes Licht und Toilettenpapier in Umkleiden und Sanitärräumen der Sporthallen. Die Sanierung der Sporthalle sei für nächstes Jahr geplant, die Ausschreibung laufe, man müsse jedoch auf die Freigabe der dringend benötigten Fördergelder warten, antwortete Bürgermeister Helge Zychlinski. Insbesondere für die Kritik der Schüler an der mangelnden Hygiene und am Mensaessen zeigte er viel Verständnis. Zu Ersterem bat er eindringlich um zeitnahe Meldungen an die zuständigen Stellen in der Gemeindeverwaltung, um Abhilfe schaffen zu können. Bezüglich des Essens sei die Gemeinde informiert und ebenfalls „dran“. Auch hier müsse ausgeschrieben werden, da unter anderem auch ein Umbau der Mensa geplant sei. „Wir sind auf der Suche nach Möglichkeiten und einem anderen Anbieter“, versicherte
Zychlinski. An andere Ansprechpartner musste der Bürgermeister bezüglich der Nachfrage nach dem Radweg von Resse nach Bissendorf und den Busfahrzeiten verweisen. Für den Bau des Radweges sei die Region zuständig, die diesen für 2021 fest zugesagt habe. Und wenn Busse zu früh oder gar nicht führen, sollten sich die Schüler bitte an die regioBus wenden, könnten zusätzlich aber auch die Gemeindeverwaltung informieren, damit diese unterstützend nachhaken könne. Überzögen Lehrer den Unterricht und komme es dadurch immer wieder vor, dass die Schüler ihren Bus verpassten, bat Zychlins-ki dieses Problem zunächst schulintern anzusprechen.
Ebenfalls bekannt sei die Problematik mit den Internet, beantwortete der Bürgermeister eine weitere Nachfrage. Hier laufe die Ausschreibung für den Glasfaseranschluss auf dem Campus W und die Gemeinde werde erhebliche Mittel in die Hand nehmen, rund 1.500 Euro pro Schule pro Monat, um eine befriedigende Lösung zu schaffen. Als Gerücht bezeichnete der Bürgermeister, dass ein Zaun um das Schulgelände gezogen werden solle. Dem sei nicht so.
Der Rat nahm am Montagabend unter anderem offiziell eine Spende in Höhe von 7.000 Euro an, die für eine Bank auf dem Amtshof verwendet werden soll. Bissendorfs Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann bedankte sich dafür und auch für die tolle Unterstützung der Bürger bei der Anschaffung des Lastenfahrrads Hannah. Alle Sponsoren sind übrigens zur öffentlichen Vorstellung von Hannah am 28. September um 10.30 Uhr im Gartencenter Klipphahn in Bissendorf herzlich eingeladen, betont Brakelmann.