Dank des KED an aufmerksamen Anwohner

Leitungsschaden im Rohrleitungssystem in Elze schnell behoben

Elze. Ein Rohrleitungsschaden im Abwassersystem in Elze sorgte am vergangenen Montag für rege Betriebsamkeit im Gemeindegebiet der Wedemark. Am frühen Abend stellte ein Anwohner auf seinem Grundstück eine Wasserpfütze fest, die auf einen Rohrleitungsschaden hindeutete. Der betroffene Anwohner informierte den Bereitschaftsdienst der KED Hastrabau Kommunale Entsorgungsdienste in der Wedemark, welche nach kurzer Zeit an der Schadensstelle einen Rohrdefekt in einer der wichtigsten Hauptadern des Abwassernetzes, nämlich der Abwasserdruckleitung zwischen Elze und der zentralen Kläranlage in Bissendorf feststellte. Da in Elze das Abwasser aus weiteren Ortsteilen der weitläufigen Gemeinde zusammengeführt wird, war es zunächst erforderlich, sämtliche Zuleitungen zu verschließen und die übrigen Pumpwerke abzuschalten, bevor man mit dem eigentlichen Abpumpen des Wassers und der Suche nach der Schadensstelle beginnen konnte. KED-Mitarbeiter Thomas Wolff, der an diesem Tage Bereitschaft hatte, konnte noch während der Anfahrt zum Schadensort die notwendigen Spezialfahrzeuge (Spülwagen) an den Schadensort beordern. Dabei wurde er zusätzlich von einem örtlichen Landwirt mit einem Saugfass unterstützt. Die zwischenzeitlich an der Schadensstelle eingetroffene Untere Wasserbehörde der Region Hannover war ebenfalls über den Sachverhalt informiert. Aufgrund der großen Leitungslängen mussten die Hauptleitungen zwischen Elze und Bissendorf vollständig entleert werden. Anschließend konnte die für solche Leitungsreparaturen zertifizierte Wedemärker Firma Depping, die seitens der KED hinzugezogen wurde, mit der Reparatur der Leitung beginnen. Noch in der Nacht waren die Arbeiten soweit abgeschlossen, dass alle Pumpwerke wieder in Betrieb genommen werden konnten und die Dichtheit der Rohrleitungen überprüft werden konnte. Im Verlauf des Dienstages wurden dann die Aufräum- und Restarbeiten angegangen. Aufgrund des stark mit Wasser gesättigten Bodens müssen die Stellen vor einer Nachsaat noch austrocknen. Grund für den Leitungsbruch sind nach Aussage von Dr. Günter Fehr, Geschäftsführer der KED, wahrscheinlich Druckspitzen, die zum Beispiel durch eine Verstopfung in der Transportleitung ausgelöst werden können. Dies kann durch Störstoffe versursacht sein, die in die Toilette geworfen wurden. In diesem Fall erzeugen die Förderpumpen einen zu hohen Druck, der zum Platzen der Leitung führen kann, obwohl diese Systeme bereits auf ein Mehrfaches des Betriebsdrucks ausgelegt sind. In diesem Fall, so Dr. Günter Fehr, kommt es darauf an, dass ein sicheres Störfallmanagement existiert und gelebt wird, so wie dies bei der KED der Fall ist. Alle Abläufe sind in einem zertifizierten Sicherheits- und Notfallmanagement dokumentiert und werden regelmäßig auf Aktualität geprüft. Aus diesem Grund haben die Bürgerinnen und Bürger der Wedemark keine Beeinträchtigung in der Abwasserentsorgung verspürt, mit Ausnahme des direkt betroffenen Grundstücks. „Unser Störfallmanagement hat funktioniert und wir konnten sehr kurze Reaktionszeiten sicherstellen“, so Betriebsleiter Marco Leverenz zufrieden. An dieser Stelle spricht Dr. Fehr auch den Dank an die Aufmerksamkeit der Anwohner aus, die in einem derartigen Fall meistens schnell und präzise Schadensort und Schadensstelle beschreiben konnten und der KED einen gezielten und schnellen Einsatz ermöglichten.