„Danke, dass du den Motor abstellst!“

Die bunten Plakaten an den Bahnübergängen erinnern daran, beim Warten den Motor auszustellen. Foto: Parents for Future
Wedemark. Seit einigen Wochen zieren fröhlich-freundliche Plakate die Bahnübergänge in der Wedemark. Die Parents for Future wollen damit die Wartenden an den Schranken daran erinnern, den Motor auszuschalten. Neben dem Lärm und der Geruchsbelästigung für die Anlieger geht es ihnen besonders um den CO2-Ausstoß. Als Faustregel gilt, dass bei drei bis vier Minuten Leerlauf ebenso viel Benzin verbraucht und damit entsprechend CO2 ausgestoßen wird, wie bei einem Kilometer Fahrt. „Jedem von uns wird sofort klar, dass bei den langen Autoschlangen, die sich in der Wedemark ständig vor den Schranken bilden, einiges an Emissionen zusammenkommt. Durch das Abstellen des Motors sind sie aber ganz leicht vermeidbar!“, führt Anja Haedge von den Parents aus. Dem immer wieder genannten Argument, dass der Anlasser häufiges An- und Ausschalten nicht verkraftet, widerspricht sogar der ADAC auf seiner Homepage in dem gerade erschienenen Beitrag „Sprit sparen: Die zehn besten Tipps“: „Nach unseren Erkenntnissen ist diese zusätzliche Belastung für Anlasser und Batterie gerade bei warmem Motor zu vernachlässigen.“
Das Abstellen des Motors schont aber nicht nur das Klima, sondern auch den Geldbeutel. Bei den heutigen Treibstoffpreisen gilt das mehr denn je. Energiesparen ist auch in Hinblick auf den Krieg in der Ukraine noch wichtiger geworden. Und was auch kaum jemand weiß: Die Straßenverkehrsordnung ist bei dem Thema ganz klar: In §30 StVO heißt es: „Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen…“ Diese Ordnungswidrigkeit kann mit 80 € bestraft werden.
„Noch besser ist es natürlich allerdings, einfach mit dem Fahrrad an den langen Autoschlangen vorbei zu fahren“, bekräftigt Anja Haedge. „Erfahrungsgemäß benötigt man auf kurzen Strecken kaum mehr Zeit als mit dem Auto, produziert gar keine Emissionen und hat dabei auch noch Spaß!“