„Das ist wie ein Sechser im Lotto“

„Sie haben damit so etwas wie einen Sechser im Lotto gewonnen“, erklärte Norbert Lütke, mit der Urkunde in den Händen. Foto: H. H. Schröder

Die gute Nachricht: Elze wird ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen

Mellendorf (hhs). Der Wedemärker Ortsteil Elze ist seit Donnerstag dieser Woche in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden. Das war die Neuigkeit, die Norbert Lütke, Dezernatsleiter im Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen am Nachmittag zu verkünden hatte.
„Sie haben damit so etwas wie einen Sechser im Lotto gewonnen“, fügt er schmunzelnd bei. Und die Anwesenden, Bürger-
meister Tjark Bartels, Bauamtsleiter Kay Petersen und die Mitglieder des Ortsrats Elze sowie Vertreter des Dorfbildvereins waren sich darüber im Klaren. Insgesamt sind zwölf Ortschaften in Nieder-sachsen in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden, im Bereich des ehemaligen Regierungsbezirks Hannover hatte nur Elze dieses Glück. Die Bewerbung Elzes für die Teilnahme am Dorferneuerungsprogramm war langfristig vorbereitet. Zunächst sei man eine Gestaltungssatzung angegangen, die aber eher den Charakter einer Richtlinie erhalten habe. So sei ein Gestaltungsprozess in Gang gekommen und schließlich ein Entwicklungskonzept für die Ortschaft, erläuterte Kay Petersen. Der Ortsrat habe zu allem sein OK gegeben. Schließlich habe sich in Elze ein Dorfbildverein gegründet, dessen Mitglieder sich aus dem Ortsrat und Mitbürgerinnen und Mitbürgern zusammensetze. Elze könne noch eine relativ gute Substanz aufweisen. Man habe sich um Aufnahme der Ortschaft in das Dorferneuerungsprogramm beworben. Im Januar dieses Jahres habe eine Ortsbegehung gemeinsam mit Jens Schwerin, Mitarbeiter des Landesamtes, stattgefunden. Auch hier sei das Ergebnis gewesen, es lohne sich, die Bestandsbauten zu erhalten. Nun sei Elze in der Dorferneuerung. Nun könne man mit der Umsetzung der angedachten Vorhaben beginnen. Norbert Lütke stellte klar, dass alles weitere Vorgehen in einem demokratischen Prozess unter Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger Elzes stattfinden müsse. So sähen es die Richtlinien vor. Vor der endgültigen finanziellen Förderung kämen nun drei Planungsbüros zum Zuge, die Vorschläge zur weiteren Dorfentwicklung Elzes unter Einbeziehung der Vorstellungen der Einwohner vorlegen sollten. „Die Bürger müssen Planungen für ihren Ort vorlegen“, formulierte es Lütke. „Sie müssen sagen, wohin der Weg gehen soll“. dann folgt eine erste Bürgerversammlung und schließlich Arbeitskreise bestehend aus Bürgern und Vereinen, alles unter der Fragestellung „was sollen wir bewahren oder verändern“. Hier solle ein möglichst breiter Konsens gefunden werden. Schließlich müsse alles noch durch den Gemeinderat abgesegnet werden. Norbert Lütke erklärte, für diese Phase seien etwa 15 Monate üblich, aber: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“.
Im Anschluss würden die vorgeschlagenen Maßnahmen über einen Zeitraum von fünf bis sechs Jahren gefördert. Über Einzelmaßnahmen, die sich dann erst noch aus der Umsetzung ent-
wickeln, könne man dann nach Antrag immer noch entscheiden. Es sei eine große Chance, den Wandel in den Dörfern mitzugestalten.