Das Lied vom Bi-Ba-Butzemann ist weg

Opernsängerin Mareike Morr verstand des perfekt, die Kindergartenkinder und Grundschüler in die Suche nach dem Lied vom Bi-Ba-Butzemann einzubinden. Foto: A. Wiese

Junge Oper war mit ihrem Kinderstück in der Resser Grundschule zu Gast

Resse (awi). Die Idee ist ebenso einfach wie genial: Man nehme ein altes und bekanntes Kinderlied, lasse es von einer schauspielerisch sehr begabten jungen Opernsängerin intonieren und schickt diese dann auf die Suche danach, als sie es „verloren“ hat. Bei dieser Suche begegnet das junge Mädchen vielen Kinderliedern, die schon die Eltern und Großeltern der Jungen und Mädchen aus dem Kindergarten und der ersten und zweiten Klasse der Grundschule Resse in ihrer Kinderzeit gesungen haben. Die Lieder von den fleißigen Handwerkern, den Waschfrauen, der klappernden Mühle am rauschenden Bach, dem lieben Augustin, den Jägern und der Bettelhochzeit und auch die Lieder von den Piraten und Seeleuten gefallen dem jungen Mädchen, das über hohe Berge wandert, über das Meer fährt und über den Bach springt, auch alle sehr, aber es ist eben nicht das Lied, das sie sucht, das ihr ein alter Mann früher auf ihrer Lieblingsbank vorgesungen hat. Es ist nicht nur die tolle Opernstimme von Mareike Morr, die die kleinen und großen Zuhörer verzaubert. Auch die Geräusche, die Deborah Hildebrandt und Tatjana Bergh an Klavier und Schlagzeug und mit diversen anderen Instrumenten erzeugen, klingen täuschend echt wie Meeresrauschen, Pferdehufe oder ein plätscherndes Bächlein.
Und phänomenal ist auch die Verwandlungsfähigkeit der kleinen Bank als Requisite, die von der Gartenbank zur Kutsche, daraus zum Boot und noch diversen anderen Gegenständen und Transportmitteln wird. Am Ende taucht dasLied vom Bi-Ba-Butzemann ganz von alleine wieder auf und alle Kinder singen begeistert mit und beteiligen sich zum Schluss sogar noch an der Vorstellung der Instrumente. Seit elf Jahren ist die Junge Oper Hannover mit diesem Stück auf Tour, berichtete Theaterpädagogin Eva Maria Kösters. In Resse war es bereits die 102. Vorstellung.