Das neue Schuljahr beginnt mit einer „provisorischen Essenslösung“

Vertrag mit neuem Caterer wird in der kommenden Woche geschlossen

Mellendorf (hhs). Von der in geschäftliche Turbulenzen geratenen Cateringfirma „Sonnenblume“ ist auch die Versorgung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Offenen Ganztagsschule und der IGS in Mellendorf betroffen. Gemeindebürgermeister Tjark Bartels teilte am Dienstag gegenüber der Presse mit, der Cateringdienst „Sonnenblume“ habe die Gemeinde Wedemark darüber in Kenntnis gesetzt, dass er seinen Service einstellen und nicht wie vereinbart das Essen nach Mellendorf liefern wird. Bartels erklärte bei dieser Gelegenheit: „Wir können in jedem Fall ein Schulessen gewährleisten, nur wahrscheinlich noch nicht bis zum 22. August“. Ab dem 5. September könne die Gemeinde allerdings ein Schulessen garantieren. „Für die Übergangszeit werden wir für eine provisorische Lösung sorgen“, so der Bürgermeister. Gegenwärtig ist Jörg Clausing, Fachbereichsleiter Bildung, Familie und Sport, damit beschäftigt eine neue Lösung für die Versorgung der Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Die Gemeinde zähle zu den Großabnehmern, immerhin benötige man an drei Tagen in der Woche allein jeweils 300 Essen für die IGS, der Wochenbedarf liege insgesamt bei 1.100 Essen. An der IGS ist das Essen für die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen verpflichtend, nach den Sommerferien würde der Bedarf noch wachsen, die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen haben ab dann die Wahl, ob sie im Schulzentrum essen wollen oder nicht. „Eine schwierige Situation ist das für uns jetzt, weil wir das Interesse an der neuen Mensa nicht abschätzen können“, so Bartels. Jörg Clausing ist jetzt dabei, mehrere Angebote anderer Anbieter zu prüfen. „In der kommenden Woche werden wir in jedem Fall einen Vertrag mit einem Anbieter schließen“, sagte er. „Wir streben eine Lösung an, die in Bezug auf Qualität und Preis dem Angebot von „Sonnenblume“ entspricht“, erläuterte er das Procedere. Dabei gehe es auch darum, einen Anbieter zu binden, der die Menüs nach dem Prinzip „Cook & Chill“ zubereitet, wie es bei „Sonnenblume“ praktiziert werden sollte. Dabei werden die Speisen gekocht und schnell herunter gekühlt auf vier Grad Celsius. In der Mensa werden die Menüs dann in Konvektomaten erhitzt. Der Vorteil dieser Methode liege darin, dass das Essen nur vorgegart sei und nach dem Erhitzen wie frisch zubereitet schmecke. Die Gemeinde habe in der neuen Mensa natürlich für die entsprechenden Konvektomaten gesorgt, insofern liege es nahe, diese auch benutzen zu wollen. Auf das Preisniveau könne er sich noch nicht festlegen, die Gemeinde versuche aber, sich um etwa 3,50 Euro zu bewegen. Dafür sollen dann die Schülerinnen und Schüler täglich die Auswahl unter zwei Gerichten haben, eins davon vegetarisch.