Das Original gibt´s immer noch

Die CDU-Politiker posieren am Herzstück den Brennerei, den beiden Destillen, zum Gruppenfoto. Foto: S. Birkner

CDU besichtigt alte Brelinger Kornbrennerei

Brelingen (sb). „Hier wird noch jede Flasche von Hand verkorkt“, sagt Dirk Martens nicht ohne Stolz. Er ist Erbe der alten Schnapsbrennerei im Eichendamm und sorgt nach wie vor für die Herstellung echten Brelinger Korns. Wie das funktioniert und welche Spuren fast 300 Jahre Brennereierfahrung auf dem Hof hinterlassen haben, erklärte Martens am Mittwoch der CDU-Fraktion auf ihrer Sommertour.
„Seit 1979 wird hier kein Alkohol mehr gebrannt“, meinte Martens. Die Tradition allerdings reiche weit zurück: Schon im Jahr 1732 wurde auf Martens' Hof nachweislich Korn hergestellt. Zu Spitzenzeiten waren 16 Erntehelfer im Einsatz, um aus Kartoffeln und Getreide hochwertigen Schnaps zu brennen. Damals ergab die Mischung des Rohalkohols mit Brunnenwasser die überregional bekannte Spezialität, von der in Spitzenzeiten 40.000 Liter jährlich den Hof verließen. Als der Maschinenpark Ende der 70er Jahre allerdings eine Rundumerneuerung erforderte, wurde die Alkoholbrennerei aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.
Das Ende der gewerblichen Produktion bedeutet allerdings nicht das Ende des Brelinger Korns. Noch heute kauft Martens Rohalkohol auf lässt ihn in unter Zugabe von Wasser in Eichenfässern zu echtem Brelinger Korn reifen. „Nach vier Wochen Lagerzeit ist das Originalrezept eingehalten“, erklärte er den CDU-Politikern.
Inzwischen hat die alte Brennerei Museumsstatus. Die Gerätschaften sind vom Henzedämpfer bis zur Destille im Original erhalten. Führungen durch die historische Anlage sind zum Preis von 25 Euro inklusive kleiner Verköstigung möglich. Anmeldungen nimmt Dirk Martens unter der Telefonnummer (0 51 30) 22 63 oder per Mail unter cdmartens@gmx.de entgegen.