Der böse Traum bleibt im Netz hängen

Großen Spaß hatten die überwiegend siebenjährigen Mädchen am Basteln der Traumfänger, in die sie sogar Edelsteine einbauen durften – das ist eine Spezialität von Carmen Hibbeler, die die Aktion anbot. Foto: A. Wiese

Kinder bastelten mit Carmen Hibbeler indianische Traumfänger als Ferienpassaktion

Oegenbostel (awi). Von der großen Resonanz auf ihr Ferienpassangebot „Traumfänger selbst gemacht mit Halbedelsteinen aus dem Sternzeichen“ war Carmen Hibbeler ganz überrascht. Zum ersten Mal hat sie diese Aktion im Rahmen des Ferienkompass auf ihrem Privatgrundstück in Oegenbostel angeboten und konnte sich vor Anmeldungen nicht retten. Vier Termine waren geplant. Sieben Kinder können pro Veranstaltung teilnehmen. „Mehr geht nicht, sonst kann ich mich in zwei Stunden nicht um jedes Kind kümmern und ihm genau zeigen, wie es geht“, erklärt Carmen Hibbeler. Ganz bewusst hatte sie beim Alter der Teilnehmer „7 bis 99“ geschrieben, um auch Mütter anzusprechen. Anja Mühe nahm am Donnerstag dieses Angebot zum Beispiel an, zusammen mit ihrer Tochter an der Aktion teilzunehmen, ihr zu helfen und auch selbst einen Traumfänger zu basteln.
Traumfänger kommen aus dem Indianischen. Mit Fäden wird ein Netz in einen Metallring gesponnen und anschließend Federn hineingehängt. Hängt der Traumfänger nun über dem Bett, leiten die Federn den bösen Traum, der sich in dem Netz gefangen hat, weiter in Richtung Sonne und die verbrennt den bösen Traum, während der gute Traum durch die Löcher im Traumfänger schlüpft. Das Besondere an Carmen Hibbelers Traumfängern ist, dass Halbedelsteine aufgefädelt werden, und zwar nicht irgendwelche, sondern passend zum Sternzeichen des Kindes, zum Beispiel ein Hämatit für das Sternzeichen Skorpion oder ein Aventurin für den Krebs. Carmen Hibbeler beschäftigt sich seit Jahren mit Traumfängern. Die Hausfrau betreibt das Herstellen von Traumfängern als Kunsthandwerk und hat bereits mehrfach bei Ausstellungen des Hobbykreises Wedemark ihre Traumfänger mit großem Erfolg präsentiert. Auch beim offenen Sonntag des Mittelpunkt Mellendorf bot sie ihre Traumfänger schon an. „Jetzt wollte ich mal gucken, ob ich die Fähigkeit habe, Kindern zu zeigen, wie man Traumfänger bastelt“, erzählt sie und freut sich, dass ihr Angebot im Rahmen des Ferienkompass so gut angenommen wurde. Leid tut es ihr, dass sie so vielen Kindern eine Absage erteilen musste, weil die Termine schon voll waren. Zwischendurch tobten die Kindern durch den Garten der Familien Hibbeler in Oegenbostel und stärkten sich mit Saft und Keksen.