Der Neubau endet mit dem Abriss

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Jürgen Benk, Bauleiter Sebastian Mattheus, Gemeindebürgermeister Tjark Bartels und sein Stellvertreter Helge Zychlinski (v. l.) besichtigen auf einem letzten Rundgang das ausgeräumte Schulzentrum. Foto: S. Birkner

SPD besichtigt letztmalig das alte Schulzentrum

Mellendorf (sb). Was die SPD im Januar 2008 mit einem Mehrheitsbeschluss im Gemeinderat begann und über die Jahre eng begleitete ist inzwischen so gut wie abgeschlossen: der Neubau des Schulzentrums in Mellendorf. In diesem hat das neue Schuljahr bereits angefangen und die Schüler beginnen allmählich, sich an die Umgebung zu gewöhnen, während direkt nebenan mit dem alten Schulzentrum eine unübersehbare Erinnerung an vergangene Jahrzehnte prangt. Dem SPD-Ortsverein Wedemark ist bewusst, dass der Neubau des Schulzentrums nicht mit dem Einzug der Klassen endet, sondern, wenn überhaupt, mit dem Abriss des 40 Jahre alten Gebäudes in Sichtweite. Sebastian Mattheus, der die Bauleitung bei den Arbeiten am neuen Schulzentrum übernommen hatte, ist dieser Tage auch mit dem Abriss von dessen Vorgänger beschäftigt.
Wie Mattheus auf dem letzten offiziellen Rundgang durch das Gebäude erläuterte, werde die äußere Fassade des alten Schulzentrums bis zum Ende der Abrissarbeiten intakt bleiben. Dieser selektive Rückbau hat zwei Gründe. Zum einen gelangt dadurch ein Minimum an Staub nach außen, zum anderen wird das Lärmaufkommen reduziert. Dennoch kündigte Gemeindebürgermeister Tjark Bartels an, dass noch einmal zwei bis drei „laute Monate“ auf die Schüler und Lehrer zukämen. „Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen muss der Schutt vor Ort geschreddert und in Containern abtransportiert werden“, gab auch Mattheus zu bedenken. Dennoch werde man versuchen, die Lautstärke dieser Vorgänge im Rahmen zu halten. „Der Großteil des LKW-Verkehrs wird vermutlich über die Ortsriede geleitet“, blickte Mattheus voraus. Bartels machte im Rahmen des Rundgangs deutlich, dass jegliche noch vorhandene Wertgegenstände aus dem Schulzentrum entfernt wurden. „Durch den Verkauf von noch brauchbarem Schulinventar haben wir am vergangenen Wochenende fast 3000 Euro eingenommen“, sagte er. Während sich für den vom Abiturjahrgang 1989 gespendeten Fahrstuhl und das Blockheizkraftwerk im Keller allem Anschein nach keine weitere Verwendung finden wird, ist ein neuer Platz für die Akustikdecke der Agora gefunden. Sie war 2005 vom Förderverein des Gymnasiums finanziert worden und soll nun in der Brelinger Kindertagesstätte und der Wennebosteler Kindertagesstätte montiert werden.