Dialog als beste Vorbereitung

Persönlich geführter Dialog ist die beste Medizin gegen Vorurteile sind sich Emil Weigand (von links), Gemeinde- und Ortsrats-Kandidat von Bündnis C, Marco Kurz von Bündnis 90/Die Grünen, Michael Papke, Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Martin Schönhoff von Bündnis C und Jörg Lischitzki von Bündnis C einig. Foto: K. Oelmann

Michael Papke stellt sich Bündnis C vor

Wedemark. Bündnis C mit seinen fünf Kandidaten für den Gemeinderat beziehungsweise einzelne Ortsräte treten auf ihren Plakaten mit der Headline „Hinhören/Handeln“ an, weil sie als Ihre Kernkompetenz erkannt haben, den politischen Dialog innerhalb des Gemeinderats und auch im Blick auf Bürgerbeteiligung positiv beeinflussen zu können. In diesem Sinne war die Kennenlern-Begegnung zwischen dem Bürgermeisterkandidaten Bündnis 90/Die Grünen, Michael Papke, seines Mitstreiter, Marco Kurz und Bündnis C, Christen für Deutschland, mit Emil Weigand, Jörg Lischitzki und Martin Schönhoff auf dem Freisitz seines Hofes fast wie ein Selbsttest – mit überraschend erfolgreichem Ausgang.Jenseits „programmatischer“ Differenzen war erfreulich, die große Überschneidungsmenge in praktischen Fragen, die positive Entwicklung der Wedemark als Wohlfühlgemeinde betreffend, erkennbar wurden: Zum Beispiel Gewerbeansiedlung, Baulanderschließung, Verkehrskonzepte. Und selbst Themen wie Windkraft kontra Solarenergie zur Erreichung von Klimaneutralität oder das kontroverse Thema „Verpflichtende Ganztagsschule“ konnten in einer Atmosphäre ergebnisoffener Wertschätzung debattiert werden.

Beide, Bürgermeisterkandidat, Michael Papke und Martin Schönhoff waren sich explizit einig, dass man sich einen Wandel im Rathaus wünscht – weg vom Mandat des Machterhalts hin zu einem Wiederaufblühen einer respektvollen Debattenkultur und einer sinnvollen Verstärkung der Bürgerbeteiligung.Michael Papke, der seine fachliche Kompetenz in Fragen der Finanzen und der Personalführung darlegte, machte deutlich, wie sehr das Bürgermeisteramt eine Exekutiv-Verantwortung für die Entscheidungen des Gemeinderats und keine Entscheidungsrolle innehat. Gut sei ein Bürgermeister, der eine mediative Arbeit gegenüber den verschiednen Fraktionen des Gemeinderats, der Ortsräte und des Bürgerwillen umsetze. „Ein Bürgermeister kann ohne oder gegen den Gemeinderat nicht arbeiten. Deshalb muss ein breites Bündnis jenseits der jetzigen großen Koalition gefunden werden.“
Zu fortgeschrittener Stunde trennte man sich, fest entschlossen, den Fokus auf die Wedemark als Lebens- und Arbeitsraum jenseits parteilicher Interessen im Fokus zu behalten und im Dialog zu bleiben.