„Die Bürger machen sich Sorgen"

Initiative reagiert auf Aussage des Bürgermeisters

Wennebostel (awi). Verwundert haben Peik Achtert und Birte Hermann von der Bürgerinitiative Höllenfeld auf die Äußerung des Bürgermeisters reagiert, Polemisierungen sollten unterlassen werden. „Ende 2012 wurde die Änderung eines Flächennutzungsplans und die Planung eines neuen Bebauungsplans in Wennebostel bekanntgegeben, die dazu führt, dass auf dem Nachbaracker vieler Anwohner ein Gewerbegebiet entstehen darf. Daraufhin hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die für den Erhalt einer angemessenen Lebensumgebung eintritt. Bürgermeister Tjark Bartels wirft der Initiative nun Polemik vor und argumentiert, die geplante Erweiterung der Firma Sennheiser sei rechtlich nicht zu verhindern", erklären die Mitglieder der Bürgerinitiative in einem Schreiben an das ECHO. Als Mitglieder der Initiative Höllenfeld möchten sie klarstellen, dass sich ihre Forderungen „selbstverständlich nicht gegen die Firma Sennheiser und ihre wirtschaftlich sicher wohl überlegte Erweiterung richten“. Vielmehr gehe es darum, dass die Gemeinde Wedemark ein Gewerbegebiet mitten zwischen bestehenden und zum Teil erst vor wenigen Jahren neu ausgewiesenen Wohngebieten plane und dieses mit maximalen Ausbaumöglichkeiten versehe. Man könne diesen jungen Familien, die erst vor kurzem mit teilweise erheblichem finanziellen Aufwand und persönlichem Engagement ihr Eigenheim gebaut und bezogen hätten, wohl kaum Polemik vorwerfen, wenn sie sich Sorgen um ihren Lebensraum machten. Schließlich sei ihnen gerade eröffnet worden, dass ihre Wohngrundstücke und Gärten zukünftig direkt an ein vollkommen überraschend geplantes Gewerbegebiet grenzen sollten, das das Ausmaß der bisherigen gewerblichen Nutzung dieser Fläche um ein Vielfaches überschreite. Zudem sei es in der Tat etwas irritierend, wenn Bürgermeister Bartels weiter ausführe, die neuen Gewerbeflächen seien rechtlich nicht zu verhindern. Denn tatsächlich ließen sich diese Flächen nur als angeblich „begründeter Ausnahmefall“ in die baugesetzlichen Vorschriften pressen, wie in der Begründung zum Flächennutzungsplan zu lesen sei, erklärt die Bürgerinitiative. Nach einer rechtlichen Zwangsjacke für die gewählte Bürgervertretung klinge das zumindest nicht, und auch nicht nach einer neutralen Moderatorenrolle, die Herr Bartels seinen Aussagen nach als seine Aufgabe ansehe, ist die Auffassung von Peik Achtert und Birte Herrmann von der Initiative Höllenfeld.