Die ersten Bäume sollen im Herbst gepflanzt werden

Bevor der Wildschutzzaun gebaut werden konnte, mussten die Grenzsteine mit Unterstützung eines Minibaggers gefunden und freigelegt werden. Foto: Friedrich Bernstorf (Foto: Friedrich Bernstorf)

Kirchengemeinde will neben dem Friedhof einen Ereignispark entstehen lassen

Brelingen. Für den von der Kirchengemeinde St. Martini in Brelingen geplanten Ereignis-Park am Brelinger Friedhof sind die ersten Vorbereitungen bereits getroffen. Das Gelände ist eingezäunt und im Herbst soll der erste Baum gepflanzt werden. Der Ortsrat Brelingen unterstützt das Projekt finanziell.
„Wir wollen hier Einwohnern aus der Kirchengemeinde die Möglichkeit bieten, aufgrund eines besonderen Ereignisses einen Baum zu pflanzen“, erläutert Friedrich Bernstorf. Er hatte diese Idee mit dem Friedhofs-Ausschuss des Kirchenvorstandes entwickelt und vom Kirchenvorstand grünes Licht dafür erhalten.
Auf einer bisherigen Ackerfläche, die der Kirchengemeinde Brelingen gehört, und die vor mehr als 100 Jahren als Erweiterungsfläche für den Friedhof gedacht war, soll der Ereignis-Park entstehen. Für eine Friedhofserweiterung wird die etwa 6000 Quadratmeter große Fläche langfristig nicht mehr benötigt. Darum soll hier im Laufe der nächsten Jahre nach und nach eine mit Laubbäumen bestandene parkartige Anlage entstehen.
Der Wildschutzzaun ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Bäume später hier wachsen können, ohne von Rehwild beispielsweise beschädigt zu werden. Der Bau dieses Zaunes konnte zu einem erheblichen Teil durch einen Zuschuss des Brelinger Ortsrates in Höhe von 1000 Euro finanziert werden.
Das Konzept sieht vor, dass künftig ein- bis zweimal im Jahr im Frühjahr und Herbst ein Pflanztag stattfindet, an dem alle ihren Baum pflanzen können, die sich zuvor bei der Kirchengemeinde angemeldet haben. Es werden verschiedene Baumarten wie Bergahorn, Esskastanie, Hainbuche, Traubeneiche, Winterlinde und Vogelkirsche zur Auswahl stehen, die als hochstämmige junge Bäume erworben werden können. Die Kirchengemeinde wird die Beschaffung der Bäume vermitteln.
„Anlässe, einen Baum zu pflanzen, gibt es im Leben genug“, sagt Friedrich Bernstorf. Die Hochzeit, Geburt eines Kindes, ein runder Geburtstag, ein Firmenjubiläum oder ein Hochzeitsjubiläum sind nur einige wenige Anlässe, der Umwelt einen Baum zu spendieren. Formell muss der Baum vom Pflanzenden an die Kirchengemeinde übereignet werden. Es muss mit Kosten zwischen 150 und 200 Euro gerechnet werden.
Auf dem Gelände sollen aber nicht nur Bäume gepflanzt werden. Es ist außerdem vorgesehen, Blühstreifen anzulegen, Nisthilfen für Vögel und Insekten zu installieren oder natürliche Lebensräume für verschiedene Tierarten zu schaffen.
Wer jetzt schon weiß, dass er im Ereignis-Park einen Baum pflanzen will, kann sich unter Telefon (05130) 2270 oder per Mail an kg.martini.brelingen@evlka.de wenden.


BU 1 und 2: Bevor der Wildschutzzaun gebaut werden konnte, mussten die Grenzsteine mit Unterstützung eines Minibaggers gefunden und freigelegt werden.

BU 1a: Auf der Grünfläche westlich (links) vom Brelinger Friedhof soll der Ereignispark entstehen.

Aufn.: Friedrich Bernstorf
Christian Bernstorf (1a)