„Die Menschen machen den Erfolg“

Daniel (links) und Dr. Andreas Sennheiser blicken zufrieden auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Foto: B. Stache
 
Im Sennheiser Store des Innovation Campus in Wennebostel haben Gäste die Möglichkeit, zahlreiche Kopfhörer-Modelle vor Ort zu testen. Foto: B. Stache

Andreas und Daniel Sennheiser stellen die positive Geschäftsbilanz 2018 vor

Wennebostel (st). Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Andreas und Dr. Daniel Sennheiser zeigten sich beim Jahrespressegespräch 2018 rundum zufrieden. Mit den Worten „Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches Jahr“ eröffnete Daniel Sennheiser die Gesprächsrunde am Hauptsitz der Sennheiser-Gruppe in Wennebostel. Dabei ging es um Zahlen, aktuelle Entwicklungen und Projekte. Die Zahlen seien der beste Beweis für ihren Erfolg – aber auch die Motivation der Mitarbeiter sei wichtig. „Die Menschen machen den Erfolg bei Sennheiser – die Firma ist kein anonymes Konstrukt“, betonte Daniel Sennheiser. Das Wedemärker Familienunternehmen ist einer der weltweit führenden Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und drahtloser Übertragungstechnik und beschäftigt 1390 Mitarbeiter in Deutschland sowie 1344 im Ausland. In dem Unternehmen arbeiten 37 Prozent Frauen und 63 Prozent Männer. Im Management sind die Damen mit 21 Prozent vertreten. Die Sennheiser-Gruppe zählt weltweit 62 Auszubildende. „Wir sind in beiden Divisionen gut gewachsen: Im Professional Bereich um 4,3 Prozent und im Bereich Consumer um 8,4 Prozent“, so Daniel Sennheiser. Drahtlose, sogenannte Bluetooth-Produkte, seien ein wesentlicher Teil des Geschäftserfolgs. „Wir haben das letztjährige Ziel, immer drahtloser zu werden, erfüllt. Der Trend zu drahtlos ist eindeutig“, erklärte Andreas Sennheiser. „Das neue Mikrofonsystem evolution wireless G4, der In-Ear-Minitoring-Kopfhörer IE 40 PRO und das Deckenmikrofon TeamConnect Ceiling für Konferenzanwendungen trugen in besonderem Maß zur Umsatzsteigerung (Bereich Professional) bei“, heißt es in einer Sennheiser Presseverlautbarung. Positiv auf den Umsatz der Consumer Division habe sich das erweiterte Angebot an Bluetooth-Kopfhörern ausgewirkt – zuletzt brachte Sennheiser den MOMENTUM True Wireless erfolgreich auf den Markt. „Wir sind überall gewachsen“, freute sich Daniel Sennheiser. Mit Blick auf die Weltkarte verwies er auf Umsatzsteigerungen von 12 Prozent im Asiatisch-Pazifischen Raum (APAC), 10,3 Prozent in Amerika sowie 2,3 Prozent im Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA). In Deutschland lag die Steigerung bei 1,7 Prozent. Zu den erfolgreichen Sennheiser-Produkten gehört unter anderem der kabellose In-Ear-Kopfhörer Momentum True Wireless zum Preis von 299 Euro. „Das Produkt verkauft sich deutlich über unseren Erwartungen“, berichtete Andreas Sennheiser. Die Verkaufszahlen belaufen sich mittlerweile auf einen sechsstelligen Wert. Neu bei Sennheiser: die AMBEO-Soundbar für das ultimative Hörerlebnis. Dafür sorgen 13 integrierte Lautsprecher, die quasi neun Lautsprecher in den Raum simulieren. „AMBEO ist für uns das perfekte 3D Audio-Erlebnis“, definiert Andreas Sennheiser bei der Vorstellung der 2500 Euro teuren Soundbar. Das Gerät stehe für ein Audio-Erlebnis, als wäre es echt. Davon konnten sich die Teilnehmer des Pressegesprächs bei einer eindrucksvollen Präsentation durch Sennheiser-Product Manager Maximilian Voigt überzeugen. Ebenfalls beeindruckend war die Videopräsentation „Die bunte Welt von Sennheiser“. Andreas Sennheiser sprach auch über die Unternehmenskultur, unter dem Motto: „Was uns wichtig ist.“ Übernahme von Verantwortung durch die Mitarbeiter sei eine der Sennheiser-Säulen, die Feierkultur stärken eine weitere, unterstrich er. „Wir haben eine Aufbruchsstimmung hier geschafft, das merkt man im Unternehmen.“ Dies zeigten auch Rückmeldungen der Kunden. Zum Thema eigene Produktion berichtete Andreas Sennheiser über eine Maschine, die in den vergangenen drei Jahren entwickelt wurde, die es erlaubt, selbst kleinste Kopfhörer mit höchster Präzision eigens herzustellen – eine Investition von mehreren Millionen Euro. Um von Lieferanten in Asien unabhängiger zu werden, wurde in Rumänien ein neues Werk errichtet. „Wir werden immer eine Mischung aus eigener Produktion hier in Deutschland, eigener Produktion in unseren Werken in Rumänien, Irland, Albuquerque (US-Bundesstaat New Mexico) haben“, erklärte Andreas Sennheiser. Aber auch China und andere Standorte gehörten dazu. Ein breites Standortnetz erlaube eine hohe Flexibilität – dies habe sich unlängst beim Handelsstreit (Strafzölle) zwischen den USA und China gezeigt. Produktion aus Amerika sei kurzfristig nach Europa verlagert worden. „Wir sind in der Wedemark groß geworden und sind hier fest verwurzelt. Wir sind hier mitten im Dorf eingewachsen. Wir sind hier und wir bleiben hier. Unser Firmenstandort ist hier. Wir zahlen hier auch unsere Gewerbesteuer“, betonte Daniel Sennheiser. 2020 wird das Familienunternehmen Sennheiser sein 75. Jubiläum feiern – mit Mitarbeitern und langjährigen Kunden.