Die SPD am Brelinger Berg

Karin Kuhlmann (von links), Timo Cram, Isabella Steffen und Jean Schramke am Brelinger Riesen. Foto: Reiner Fischer
 
Karin Kuhlmann (von links), Timo Cram, Isabella Steffen und Jean Schramke am Brelinger Riesen. Foto: Reiner Fischer

Tour durch die schönsten Ferienorte der Heimat

Brelingen. Die dritte Station der SPD auf der Suche nach den schönsten Ferienorten in der Wedemark galt der höchsten Erhebung unserer Gemeinde, dem Brelinger Berg. Treffpunkt für den kleinen Erkundungstrupp der SPD, bestehend aus Timo Cramm, Karin Kuhlmann, Jean Schramke und Isabella Steffen, war der Brelinger Riese am Windmühlenberg in Brelingen. Die aus Stroh, Holz und Metall bestehende, ca. 7 Meter große Figur hat natürlich etwas mit der bewaldeten Erhebung im Hintergrund zu tun. Es gibt zwei Versionen über die Entstehung des Hügels. Nach der einen hat hier ein Riese aus der Heide seine Schuhe ausgeschüttet, die sich beim Laufen mit Sand gefüllt hatten und der dadurch entstandene Sandhaufen heißt heute Brelinger Berg. Wer dieser Sage auf den Grund gehen will, kann sich in der Bücherei der Gemeinde oder in den beiden Buchgeschäften in Bissendorf bzw. Mellendorf nach dem Buch „Wo einst die wilden Riesen hausten“ erkundigen. Die zweite Version ist etwas wissenschaftlich trockener und geht davon aus, dass der Brelinger Berg zwischen 150.000 und 230.000 Jahre alt ist. Ursache war die Saale-Eiszeit, die hier eine Endmoräne aufschob. Wer will, kann sich darüber auf dem etwa fünf Kilometer langen geologischen Erlebnispfad informieren. Regelmäßig finden auch Führungen statt. Erst vor kurzem hat die Gemeinde hier eine Aussichtsplattform errichtet, von der aus die Sandgruben, Kiesteiche und die Weite der Wedemark gut zu sehen sind. Im Berg erinnert auch ein Gedenkstein an den Gelehrten Carl Friedrich Gauß, der hier 1828 Landesvermessungen durchführte.
Trotz seiner unbedeutenden Höhe von etwa 90 Metern ist der Berg auch interessant für Mountainbiker. Nicht wegen der zu bewältigenden Höhenmetern, sondern wegen seines durch die Sandflächen geprägten Geländes. Schnell hat man sich in den weichen Sand „eingegraben“. Während Radfahrer und auch Mountainbiker von Anwohnern und Spaziergänger akzeptiert werden, sieht es bei den Motocross-Fahrern anders aus. Durch die schweren Maschinen wird die Natur erheblich beeinträchtigt. Das sieht auch der NABU Wedemark so, der auf dem Brelinger Berg ein ca. fünf Hektar großes Schutzgebiet für Fledermäuse, Amphibien und Insekten geschaffen hat.
Karin Kuhlmann, Mitglied im Gemeinde- und Ortsrat Brelingen, machte noch auf das Problem des intensiven Sand- und Kiesabbaus aufmerksam. Die riesige Sand- und Kiesgrube zwischen Negenborn und Duden-Rodenbostel liegt wie eine große Wunde im Berg. „Wir hoffen, dass die Auflagen für den Betreiber der Grube, nach Abbau von Sand und Kies alles zu renaturieren und der Natur zurückzugeben, eingehalten werden“, so Karin Kuhlmann. Die inzwischen von Fischereivereinen betriebenen Fischteiche haben die Natur zurückgebracht. Mit Glück lassen sich am und im Brelinger Berg spannende Tierbeobachtungen machen. Uhu und Dachs gehören zu den nicht einmal seltenen Bewohnern des Wedemärker Hausberges. An diesem Sommerabend konnten die vier SPD-Mitglieder die Ruhe und den Frieden des Brelinger Berges genießen. Es fehlte nur noch, dass sich Fuchs und Hase gute Nacht sagten. Zum Abschluss der Suche nach einem weiteren schönen Ferienort trafen sich die Vier im Bier- und Kaffeegarten bei Beans Country in Bennemühlen.