„Die Vogesenklinik“ feiert Premiere

Michael Schulz (von links) wurde inoffiziell von Kai-Uwe Zillmer mit einem Preis für „die Vogesenklinik“ ausgezeichnet. Foto: V. Lubbe

Dritte Filmproduktion des Vogesenzeltlagers ein Erfolg

Mellendorf (vl). Abende am Lagerfeuer und Wanderungen durch die Vogesen gehören bei den Gruppenleitern des Vogesenzeltlagers zum Programm. Aber nicht nur während der zwei Wochen in Frankreich engagieren sich die ehrenamtlichen Gruppenleiter. Auch außerhalb dieser Zeit wird viel gearbeitet und für Teilnehmer und Interessierte getan. Im Jahr 2008 wurde im Vogesenzeltlager das Theaterstück „Die Vogesenklinik“ aufgeführt. Durch eine große Spende an Arztkitteln durch ein Krankenhaus kam die Idee einer Krankenhausserie erst zustande. Ausgehend von dem Theaterstück und der Begeisterung der Teilnehmer überlegten Gruppenleiter und Produzenten Michael Schulz und Kai-Uwe Zillmer das Theaterstück zu verfilmen. Von der Bühne auf die Leinwand war es ein langer und harter Weg. Ganze vier Jahre wurde an der DVD gearbeitet. Die Dreharbeiten nahmen einen kleineren Teil der Zeit ein. Doch anschließend wurde noch an den Effekten einzelner Folgen gefeilt. „Es wurde gar nicht mehr daran geglaubt, dass „Die Vogesenklinik“ irgendwann zu sehen ist“, sagt Produzent Schulz. Bei der Produktion ergaben sich gleich mehrere Probleme. Das größte war, dass es kein Krankenhaus gab, in dem gedreht werden konnte. Nach intensiver Suche wurden Räume der Kirchengemeinde Bissendorf zum Krankenhaus umfunktioniert, aber auch in Misburg wurden Szenen gedreht. Durch das Ausschmücken mit Röntgenbildern und vielen Kleinigkeiten, wurde dann das Bild eines Krankenhauses erzeugt.
Wichtigster Bestandteil der Serie sind die Charaktere gewesen. Der junge Dr. Schöneberg fängt an in der Vogesenklinik zu arbeiten und muss sich gegen den Chefarzt Dr. Krankenschein behaupten. Dazu kommt noch ein Konflikt mit der Putzfrau. Und nicht zuletzt muss sich Schöneberg auch gegenüber der Ärztin Dr. Mary-Ann Käfer beweisen. „Wir haben weniger Wert auf medizinisches Fachwissen gelegt, sondern eher die Entwicklung einzelner Charaktere in den Mittelpunkt gestellt. Die Serie sollte auch nicht von Leben und Tod handeln, sondern eine Comedy werden.“, so Kai-Uwe Zillmer. Für eine Spezialfolge wurden die Teilnehmer aus dem Jahr 2008 eingeladen. Im Zeltlager war ein Geländespiel unter dem Motto „Märchen“ veranstaltet worden. „Die Teilnehmer waren ein wichtiger Bestandteil der Serie“, so Zillmer. Am gleichen Abend wurde Elmar Schwertmann offiziell von der neuen Leitung des Zeltlagers mit einem Geschenk verabschiedet. „Dein Studium musste sicherlich auch durch dein Engagement im Zeltlager leiden, aber du hast überall gerne geholfen“, sagte Leiter Jonas Ruhe. Johanna Roßkopf, Lukas Müller, Nils Murray und Jonas Ruhe haben das Zeltlager nun übernommen. Auch Produzent Kai-Uwe Zillmer bedankte sich bei seinem Kollegen Michael Schulz für die lange Arbeit, die er in die Serie investiert hat. Diese dritte Produktion des Vogesenzeltlagers ist ein voller Erfolg gewesen. Nach „Die Leiterrunde- Der Film“ und „Das Briefgeheimnis“ konnten mit „Die Vogesenklinik“ viele Teilnehmer und Veteranen des Zeltlagers zur Premiere in die Jugendhalle gelockt werden. Mit Barhockern und Stühlen wurde die große Halle zum Kino umgebaut. Die Band Seafog aus Oldenburg spielte zur „Aftershowparty“ noch einige Songs. Das Lachen die beste Medizin ist, hat „die Vogesenklinik“ an diesem Abend bewiesen.