„Die Zukunft hängt davon ab, was wir in der Gegenwart tun“

Sie packen die Zukunft gemeinsam an: (v.l.) Jörg Hemme, Jörg Rüdiger und Michael Koch. Foto: H.-H. Schröder
Großburgwedel (svs )„Zurück zu den Wurzeln“ war das Motto des „past Präsident“ des Rotary Clubs Langenhagen-Wedemark. „End polio now“ ist einer der Schwerpunkte des Neuen. Dort zuzupacken, wo Missstände herrschen, ist beiden wichtig.
„Wir möchten sehr gezielt, sehr direkt helfen“, erklärt Jörg Rüdiger, neuer Präsident des Rotary Clubs Langenhagen-Wedemark. Wie letztes Jahr in Swakopmund, Namibia. „Wir haben dort eine Schule unterstützt, die zwar ein Haus, aber keine Möbel hatte“, erinnert sich der „past Präsident“ des Clubs, Jörg Hemme.
Jedes Jahr im Juni wird das Präsidentenamt für das kommende „rotarische Jahr“ neu vergeben, um neue Impulse zu setzen. „Damit wir auch eine gewisse Kontinuität erreichen, sind sowohl der past Präsident als auch der kommende im Vorstand“, erklärt Rüdiger.
Hauptaugenmerk legt der hauptberufliche Geschäftsführer der Niedersächsischen Gesellschaft zur Endlagerung von Sonderfall mbH (NGS), für dieses Jahr auf fünf Projekte.
„Wir möchten uns mit diversen ebenfalls 1987 gegründeten Clubs zusammenschließen und Straßenkinder auf den Philippinen unterstützen“, erklärt Rüdiger das Ziel des „Eurotary-Projekts“. Damit die Hilfe auch dort ankomme, wo sie hingehört, brauche es einen Club direkt vor Ort. Zugute komme dem Rotary Club dabei seine weltweit vernetzte Organisation. „Unser soziales Engagement steht auf zwei Beinen“, erklärt Hemme. Einmal sei die lokale Verankerung wichtig, zum anderen die internationale Hilfe und der Austausch untereinander.
Internationale Zusammenarbeit sei auch bei der Ausrottung der in einigen Ländern immer noch grassierenden Polio, Kinderlähmung, gefragt. „Polio lässt sich nur besiegen, indem alle Kinder komplett durch geimpft werden“, erklärt Rüdiger. Mit einem für den November geplanten Benefizkonzert in der Brelinger Kirche möchte der Rotary Club das langfristige Projekt unter anderem unterstützen.
Über den Tellerrand hinaus zu blicken sei für Jörg Rüdiger das faszinierende an seiner Arbeit im Rotary Club. „Hier eröffnen sich mir ständig neue Horizonte“, sagt er. „Wir bekommen Verständnis für das was andere machen“, bestätigt auch Michael Koch, Pressesprecher des Rotary Clubs. Im Rahmen des jährlichen Jahresjugendaustauschs erwarten die „Rotarier“ dieses Jahr eine Gastschülerin aus Venezuela.
„Jugendförderung ist für uns ein sehr wichtiges Ziel“, erklärt Landwirt Jörg Hemme und betont, „ die Persönlichkeit ist für uns unter den Bewerbern das entscheidende!“ Untergebracht wird die Schülerin in einer Gastfamilie des Rotary Clubs. „Der internationale Austausch ist wichtig“, sagt Hemme, dabei könne es auch mal passieren, dass jemand „mitten in der indischen Entwicklungshilfe“ lande. Andere Blickwinkel kennen und schätzen lernen, Dinge aus neuen Perspektiven sehen, das wolle der Rotary Club erreichen.
Die Unterstützung der Pestalozzi-Stiftung ist ebenfalls Teil der Jugendförderung. Für körperlich oder geistig beeinträchtigte Jugendliche sei es schwer, sich in der Gesellschaft zu behaupten. Mit vom Club finanzierten Selbstbehauptungskursen für Jugendliche geben die Rotarier diesen jungen Menschen eine ordentliche Portion Selbstvertrauen mit auf den Weg.
Sowohl die Pestalozzi-Stiftung als auch der Verein „Twenge“ für therapeutisches reiten sind fester Bestandteil der jährlich unterstützten Projekte. „Zu sehen, was bei den Betroffenen dabei erreicht werden kann, ist phänomenal“, freut sich Landwirt Jörg Hemme. „Freude schenken“ möchte der Rotary Club auch mit einer gemeinsamen Aktion des Innerwheel-Clubs am 27. August. Unterstützt werde dabei die Langenhagener Tafel. Geplant sei außerdem ein internationales Projekt zum Anlass des 25-jährigen Bestehens des Clubs.
Ein Zitat von Mahatma Gandi auf der Internetseite des Rotary Clubs trifft die Sache im Kern: Die Zukunft hängt davon ab, was wir in der Gegenwart tun. Und vorgenommen haben sich sowohl der past Präsident als auch sein Nachfolger eine ganze Menge.