Die Zukunft im Visier

Ines Lüder (rechts) moderiert den Workshop mit Studenten der Leibniz Universität Hannover im MOORiZ. Foto: B. Stache

Resser Bürger und Studenten der Leibniz Universität Hannover im Workshop

Resse (st). „Ich verspreche mir von dem Universitätsprojekt, dass wir von den Studenten Anregungen bekommen, wie Resse in zehn oder 15 Jahren aussehen kann“, erklärte Jochen Pardey, Vorsitzender des Vereins Bürger für Resse, anlässlich eines Workshops mit Studenten der Leibniz Universität Hannover. Am Dienstagabend waren die 15 Bachelor-Studierenden (Architektur) unter Leitung von Ines Lüder, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Universitätsprofessur für Regionales Bauen und Siedlungsplanung, im Moorinformationszentrum (MOORiZ) in Resse mit Bürgerinnen und Bürgern zusammengekommen, um Ideen für die zukünftige Gestaltung des Ortes zu entwickeln. Auch Ortsbürgermeister Jörg Woldenga nahm an dem Workshop teil. Den Studenten war als Semesterentwurf eine Aufgabe zum Thema Transformation der Wohngebiete gestellt worden. „25 Prozent der Bewohner von Resse sind über 65 Jahre alt. Viele Häuser wurden in den 1960/70er Jahren gebaut. Da stellt sich die Frage nach der zukünftigen Entwicklung: was passiert mit den Menschen und den Häusern? Was muss in Resse passieren, dass der Ort auch weiterhin attraktiver Wohnort bleibt?“, erklärte Ines Lüder. Um die Situation in Resse besser verstehen zu können, hatten die Studenten bereits vor dem Workshop Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern geführt, unter anderem zu den Themen Mobilität und Wohnsituation. „Wir bilden zukünftige Architekten aus. Es ist auch wichtig, dass die Studenten mit den Menschen vor Ort sprechen, für die sie eines Tages Projekte planen“, machte Lüder deutlich. „Total schön ist, dass es hier den engagierten Verein Bürger für Resse gibt. Wir sind im MOORiZ gut aufgenommen worden“, lobte die Workshop-Leiterin. Beim Resser Workshop wurden folgende Themen behandelt: Infrastruktur, Lebens- und Wohnmodelle, Gemeinschaft, Grünraum, Ortsbild, Haus sowie Öffentlicher Raum. Nach einem jeweils 20-minütigen Gedankenaustausch wechselten die Resser die jeweiligen Arbeitsgruppe für eine weitere Gesprächsrunde – die Studierenden erhielten somit eine breite Palette an Ideen und Wünschen der Bürgerinnen und Bürger. Die Ergebnisse der studentischen Entwurfsprojekte werden am Dienstag, 10. Februar 2015, in Resse der Öffentlichkeit vorgestellt. Beim Workshop erklärte Jochen Pardey: „Ich hoffe, dass sich die Resser Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin aktiv an dem Projekt beteiligen. Es geht ja um ihre Zukunft.“