Diesmal haben die Sandgruben gesiegt

 

Wedemark Rallye: Von 42 Fahrzeuge sehen nur 15 die Zielflagge

Wedemark. Wieder war Rallye-Wochenende in der Wedemark. Wie schon in den vergangenen Jahren, wurden die Sandgruben im Norden von Mellendorf zum Austragungsort des Rallye-Spektakels. Diese sind perfekt für den „Schotter Cup“, einer Rallye-Serie aus Deutschland, die sich auf Rallyes in Sand und Schotter spezialisiert hat. Die Rallyefahrer sind es gewohnt auf Schotter unterwegs zu sein und haben ihre Fahrzeuge entsprechend präpariert.Dieses Jahr haben die Sandgruben allerdings gesiegt. Von 42 gestarteten Fahrzeugen haben nur 15 die Zielflagge gesehen. Die anderen Teilnehmer mussten sich geschlagen geben und fielen wegen technischen Defekten aus. Wieder einmal zeigte es sich, dass die Wedemark Rallye sehr anspruchsvoll ist und dass, obwohl sie in diesem Jahr noch kompakter gestaltet wurde. „Die Asphalt Prüfung bei Wennebostel wurde auf Grund der Baustellen auf der Autobahn A7 und des erwarteten Verkehrs durch die Wedemark nicht gefahren.“ sagte Bernd Depping. So konzentrierte sich die Veranstaltung auf die Sandgruben zwischen Mellendorf, Brelingen und Bennemühlen.
Das durchwachsende Wetter machte den Sand schwerer und machte es für die Fahrzeuge nicht einfacher. Die Staubentwicklung hielt sich nach dem Regen in Grenzen. Gut für die zahlreichen Zuschauer an den Zuschauerpunkten in Mellendorf und Bennemühlen.
Wie schwer die Prüfungen dieses Jahr waren, zeigt bereits die Ausfallquote nach der ersten Prüfung: 8 Teams mussten aufhören, darunter auch der Finne Jaakko Keskinen mit seinem Allrad Mitsubishi Lancer Evo 10. Schade, denn dieses Jahr hatten die Allradler die Nase vorne und der schnelle Finne hat schon mehrfach die Wedemark Rallye gewonnen. Somit war ein Spitzenreiter bereits wenige Minuten nach dem Start schon aus dem Rennen. Vorjahressieger Dark Liebehenschel mit seinem Beifahrer Valentin Langner übernahmen mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 7 die Führung nach der ersten Prüfung. Mussten jedoch diese schon in der zweiten Prüfung an das Bayrische Team Rudi und Simone Weileder mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 8 abgeben und schieden nach der dritten Prüfung dann auch aus. Rudi und Simone Weileder konnten dann die Führung bis zum Schluss halten und gewann mit souveränen 26,1 Sekunden Vorsprung die 16. Janinas Wedemark Rallye. Auf Platz 2 setzte sich der Berliner Ken Milde mit Jean Ihlefeldt (Mitsubishi Lancer Evo 8) vor Michael Dinkel und Bernd Allstadt aus Großheirath, ebenfalls mit einem Mitsubishi Lancer Evo 7 unterwegs.
Sebastian Vollak und Peter Messerschmidt konnten sich auf dem 5. Platz mit ihrem BMW 318ti als bestes Zweirad angetriebenes Fahrzeug behaupten.
Das einzige Damenteam im Starterfeld mit Gabriela Gernot und Andrea Lukas erreichten mit ihrem Volvo 940 Platz 14 in der Gesamtwertung.
Trotz der widrigen Umstände auf der Strecke und der hohen Ausfallquote will der MC Wedemark mit den Organisatoren Bernd Depping und Marcus Hesse auch 2019 die Wedemark Rallye durchführen. „Auch wir vom Schotter Cup sind wieder dabei“, sagte der
Cup Organisator Alfred Gorny. Bernd Depping bedankte sich am Ende dieser Veranstaltung bei allen Teilnehmern und Helfern, sowie der Gemeinde Wedemark.
Ergebnisse (Platz, Team, Fahrzeug, Gesamtzeit, Differenz zu
1. Weileder R. / Weileder S. Mitsubishi Lancer Evo 8 2. Milde K. / Ihlefeldt J. Mitsubishi Lancer Evo 8
3. Dinkel M. / Allstadt B. Mitsubishi Lancer Evo 7
4. Hardt C. / Bemmann J. Mitsubishi Lancer Evo 9 5. Vollak S. / Messerschmidt P. BMW 318ti E36
6. Leonhardt T. / Thamm N. Audi S4 Avant
7. Wiesner J. / Harloff S. Volkswagen Polo GTI
8. Böhm T. / Hanke S. Opel Kadett GSi 16V
9. Joachim U. / Fritzsche Y. Volkswagen Polo GTI 10. Müller W. / Trabs J. BMW 318is E30
11. Gerstenberger M. / Borack H. Volvo 244 VOC 12. Sonntag R. / Petrusch K. Ford Focus ST
13. Wilewski A. / Wöll S. Volkswagen Polo GTI 14. Gernot G. / Lukas A. Volvo 940 GL
15. Rühl R. / Eiber T. BMW 318is E30