Diskussion um Wertstoffhof

Bürgermeister Tjark Bartels setzt weiter auf Bissendorf

Bissendorf (awi). „Ich gehe davon aus, dass der Wertstoffhof in Bissendorf 2013 in Betrieb geht. Es sieht ausgesprochen gut aus für den Standort Bissendorf. aha erarbeitet gerade ein Konzept zur stufenweisen Sanierung der belasteten Materialien, die im Zuge der Befestigung des früheren Parkplatzes eingebracht worden sind. Rechtlich gibt es nach meiner Auffassung keinen Grund für aha, vom Kaufvertrag für das Grundstück zurückzutreten, da die Bauvoranfrage positiv beschieden und so der Zweck, zu dem das Gelände erworben wurde, erfüllt werden kann.“ Mit dieser Aussage reagierte Wedemarks Bürgermeister Tjark Bartels am Donnerstag auf eine Veröffentlichung in der Tagespresse, wonach Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer für die Stadt Langenhagen Verhandlungen für den Ankauf des Grundstücks am Kiebitzkrug führe, das vor der Entscheidung für Bissendorf für den Wertstoff vorgesehen war. Die Preisvorstellungen des Grundstückseigentümers hatten dazu geführt, dass diese Pläne seinerzeit ad acta gelegt wurden und aha sich für den Standort in Bissendorf entschied. Doch jetzt geht es dort nicht weiter, weil aha die Frist für den Rücktritt vom Kaufvertrag bis Ende des Jahres verlängert hat und immer noch prüft, wie und auf wessen Rechnung der belastete Boden saniert werden kann, der zwar der Einrichtung eines Wertstoffhofes nicht im Wege steht, aha aber um eine mögliche spätere anderweitige Nutzung des Grunstücks fürchten lässt. Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer hatte in einem Gespräch mit Pressevertretern geäußert, er habe seinen Wedemärker Amtskollegen über die Absichten der Stadt Langenhagen informiert. Den Plänen Langenhagens kommt entgegen, dass die Firma, der das besagte Grundstück am Kiebitzkrug gehört, mittlerweile insolvent und ganz offensichtlich an einem Verkauf interessiert ist. Bürgermeister Tjark Bartels sieht darin und auch in der Verzögerung der Eröffnung des Werstoffhofs in Bissendorf jedoch kein Argument, vom Standort Bissendorf abzurücken. „Wir alle wollen einen Wertstoffhof im Norden. Kiebitzkrug ging nicht. Die neue Festlegung war Bissendorf und dort soll der Wertstoffhof Ende 2013 in Betrieb gehen“, so Bartels. Angeblich gebe es Probleme mit Schadstoffen. Tatsächlich gehe es aber nicht um Altlasten einer früheren Müllkippe, sondern die Belastungen, die dort vorhanden seien, seien durch die Einbringung eines Unterbaus für den Parkplatz entstanden und damit rechtlich anders zu bewerten. Der Kaufvertrag zwischen aha und dem Besitzer des Bissendorfer Grundstücks sei fix. „Und es wird am Ende dazu kommen, dass der Hof in Bissendorf in Betrieb genommen wird“, zeigte sich Bartels in einem Pressegespräch am Donnerstag überzeugt. Entscheidend sei auch, dass alle Beteiligten, nämlich die Kommunen Wedemark, Langenhagen und Burgwedel und auch aha an einer möglichst schnellen Lösung interessiert seien. Die sei aber am Kiebitzkrug nicht in Sicht, da hier auch noch die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssten. „Ich habe in den letzten Tagen etliche Gespräch mit aha-Geschäftsführerin Kornelia Hülter und Regionsdezernent Axel Priebs geführt und es sieht ausgesprochen gut aus für Bissendorf“, so Bürgermeister Tjark Bartels am Donnerstag abschließend in dem Gespräch mit der Presse.