DLRG unterrichtet Jugend per Webinar

Teilnehmer einer Unterrichtseinheit „Basisausbildung Einsatzdienste".
Wedemark. Für die DLRG-Teilnehmer Ortsgruppe Wedemark ist aktuell nicht absehbar, wann der reguläre Trainingsbetrieb starten kann. Die nach wie vor geltende Kontaktsperre und die Ungewissheit über die Öffnung des Freibads in Mellendorf zwingen auch die Lebensretter zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Während sich die Erwachsenen je nach Verfügbarkeit für die Nachbarschaftshilfe der Freiwilligenagentur und der Kirchengemeinden gemeldet haben, steht vor allem auch die Ausbildung der Jugend ganz oben auf der To-Do-Liste. „Unser Ausbildungsstandard ist immer hoch gewesen und diesen wollen wir auch in Zeiten von Corona nicht einbüßen“ betont Raffael Sachse, Technischer Leiter Ausbildung der DLRG Wedemark. Kurzerhand investierte die Ortsgruppe in eine Webinar-Lösung, die von den Ausbildern für den theoretischen Unterricht der Jugendlichen genutzt wird. Die Resonanz ist überwältigend, viele Jugendliche haben sich bereits für verschiedene Kurse interessiert und angemeldet. In der jüngsten Vergangenheit konnte so bereits die Ausbildung zum Sanitätshelfer (San A), Sanitäter (San B) sowie die Basisausbildung Einsatzdienste aus dem Fachbereich Wasserrettungsdienst (WRD) im theoretischen Unterricht absolviert werden. Der Enthusiasmus der Jugendlichen ist dabei kaum zu bremsen, denn wochentags finden täglich für jeweils zwei Stunden Unterrichtseinheiten statt. „Es ist wirklich toll mit anzusehen, welche Freude die Jugendlichen in den Unterricht mit einbringen“ betont auch Karsten Hölscher, Leiter Verbandskommunikation der DLRG Wedemark. Das Thema Ausbildung wird auch künftig ein wichtiger Teil der Übungsabende sein, sobald diese wieder im Vereinsheim stattfinden dürfen. Aktuell plant die Ortsgruppe eine größere Anschaffung an Unterrichtsmaterialen. „Wir müssen aber sehen, ob wir das finanziell alles umsetzen können“, erklärt Sachse, der die Lister der Materialien zusammengestellt hat. Hierfür wird die DLRG sich um Spendengelder und Förderungsmöglichkeiten bewerben. Bis zur Wiederaufnahme des regulären Betriebs bleiben die Ehrenamtlichen allerdings weiterhin in der Nachbarschaftshilfe tätig.