Dorferneuerung in den Startlöchern

Karin Bukies (v. l.) und Dr. Harald Meyer von „Stadtlandschaft“, Jens Schwerin vom Amt für Landentwicklung, Ortsbürgermeister Jürgen Benk und Gemeindebürgermeister Tjark Bartels freuen sich auf die Dorferneuerung in Elze. Foto: M. Dröge

Drei Schwerpunktbereiche für mögliche Veränderungen benannt

Elze (md). Elzes Ortsbürgermeis-ter Jürgen Benk war sehr erfreut, dass so viele Bürger der Einladung zur ersten Bürgerversammlung zum Thema „Dorferneuerung Elze“ am vergangenen Mittwochabend ins Gasthaus Goltermann gefolgt waren. Die Landschaftsarchitektin Karin Bukies sowie ihr Kollege Dr. Harald Meyer vom Planungsbüro „Stadtlandschaft“, Jens Schwerin vom Amt für Landentwicklung sowie Holger Zorn vom Fachbereich Planen und Bauen der Wedemark waren gekommen, um die Elzer Bürger über das bevorstehende Dorferneuerungsprojekt umfassend zu informieren.
Das Planungsbüro hat in der Vergangenheit bereits gute Vorarbeit geleistet. Sie stellten ihre bisherigen Ergebnisse in einem sehr anschaulichen Vortrag dar. Mit vielen Bildern belegten sie, was die Dorferneuerung in anderen Orten bewirkt hat. Weitere Fotos zeigten dann, wo in Elze Handlungsbedarf bestehen könnte.
Bei allen Überlegungen sollte man die örtliche Charakteristik nicht aus den Augen verlieren, hieß es. Die Ausführungen der Planungsgruppe hatten das Ziel, bei den Elzer Bürgern Interesse zu wecken, sich an den weiteren Arbeitsschritten aktiv zu beteiligen. Denn nur wenn die Vorschläge und Ideen der Dorfbewohner, der Vereine, der Schule und Kindergärten mit einfließen und Berücksichtigung finden, kann das Projekt „Dorferneuerung Elze“ erfolgreich durchgeführt werden. Bereits 2009 wurde ein Ortsentwicklungskonzept vorgestellt. Jedoch ist dieses Konzept nicht verbindlich, es kann noch alles verändert werden. Die Planungsgruppe hat bisher drei Bereiche ausgearbeitet, die ihrer Ansicht nach veränderungswürdig sind. Ein Bereich für Veränderungen könnte die Kreuzung Plumhofer Straße/Wasserwerkstraße sein. Der zweite Bereich könnte am Feuerwehrhaus und der Kirche liegen und der dritte Bereich um Veränderungen vorzunehmen, ist im vorderen Bereich des Schulgebäudes angesiedelt. Jetzt sind die zu bildenden Arbeitsgruppen gefragt, um weitere Vorschläge und Pläne zu erarbeiten. Kompetente Unterstützung erhalten die Gruppen durch die Gemeindeverwaltung, der Planungsgruppe „Stadtlandschaft“ sowie dem Amt für Landentwicklung, Jens Schwerin. Als Vorsitzender des neuen Arbeitskreises wurde der 68-jährige Jurist Gerrit Wolter benannt. Er wohnt seit 14 Jahren in Elze. Auch eine Förderung privater Maßnahmen ist möglich. Diese werden allerdings nicht öffentlich und in den Arbeitsgruppen diskutiert. Außerdem müssen dazu bestimmte Kriterien erfüllt werden. Der neu zusammengestellte Arbeitskreis wird sich voraussichtlich im Januar 2012 das erste Mal treffen. Angelegt ist das Projekt auf ungefähr sechs Jahre, nach Ablauf dieser Zeit soll die Dorferneuerung abgeschlossen sein.