Dr. Hellmuth Hahn präsentierte die Mühlentour

Vor der Bücherei startete die SPD Bissendorf ihre Radtour zu den Mühlenstandorten. Foto: A. Wiese

Radtour der SPD Bissendorf zu historischen Mühlenstandorten

Bissendorf. An der SPD-Radtour zu historischen Mühlenstandorten in der Wedemark am Samstag, 7. Juli, nahmen 30 Personen teil. Unter den Teilnehmern war auch der SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreises Garbsen/Wedemark Rüdiger Kauroff. Ein besonderes Highlight war die historische Einführung in das Thema und die Tour vom bekannten Bissendorfer Historiker und profunden Kenner der Wedemark Dr. Hellmuth Hahn. Dr. Hahn stimmte die Teilnehmer auf die historische Mühlentour ein und beschrieb detailliert auch die Standorte von Mühlen, die heute teilweise leider nicht mehr zu erkennen sind, da sie schon damals den wirtschaftlichen Strukturveränderungen weichen mussten. Die Vorsitzende der SPD Bissendorf-Wennebostel Christiane Killig schickte die Radler mit den besten Wünschen auf eine trockene Tour auf die Reise. Weder die Bissendorfer noch die Wennebosteler Mühle, die beide nahe beieinander auf dem Rabensberg standen, sind heute noch zu erkennen. Auf ihre Standorte weist nur noch der Straßenname „Am Mühlenberg“ hin. Die Wennebosteler Mühle wurde 1878 abgebaut und in Kaltenweide wieder errichtet. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten konnte sie wieder gangbar gemacht und 1985 dort der Bevölkerung vorgestellt werden. Die alte Windmühle in Mellendorf war der nächste Punkt auf dem Tour-Plan der Organisatoren. Sie ist in der Stargarder Straße noch gut zu erkennen. Leider fehlen die Flügel und damit der Charakter als Windmühle. Die dritte Station, die Wassermühle in Hellendorf, wurde nur noch in letzter Minute trockenen Reifens erreicht. Auf dem Gebiet der heutigen modernen Fischzuchtanlage konnte dann trotz des strömenden Regens die dort noch gut zu erkennende Wassermühle besichtigt werden. Florian Beier, der Organisator der Radtour und stellvertretender Vorsitzender der SPD Bissendorf-Wennebostel, bewies auch hier seine guten Kenntnisse und konnte die seltene technische Einrichtung und die Aufgaben dieser erst 1963 stillgelegten Wassermühle erläutern. Wegen des Dauerregens musste auf den letzten Teil der historischen Mülenstandorte in der Wedemark verzichtet werden. Der Besuch der Mohmühle im Ortsteil Gailhof entfiel leider. Im Regen ging es bis nach Bissendorf-Wietze, wo wie auf Bestellung die Sonne durch die Wolken kam und die Radtour im Garten von Florian Beier und seiner Familie bei Getränken und Gegrilltem einen gemütlichen Abschluss fand.