DRK Elze-Bennemühlen sucht Vorsitzende

Immer mal wieder backen die Frauen des DRK Elze-Bennemühlen für die Bewohner des Altenheims Hoffnung Kuchen und haben das auch demnächst wieder vor. Archivfoto: A. Wiese
 
Ein Foto aus vergangenen Jahren: In diesem Jahr musste das DRK Elze Bennemühlen seine Mitgliederversammlung coronabedingt ausfallen lassen. Also gab es auch keine Ehrungen für langjährige Mitglieder, bedauert die Vorsitzende Eva Jennert (rechts). Archivfoto: A. Wiese

Keine Mitgliederversammlung mehr in diesem Jahr

Elze-Bennemühlen (awi). Eva Jennert gibt die Hoffnung nicht auf, doch noch einen Nachfolger für den Vorsitz beim DRK Elze-Bennemühlen zu finden. Eigentlich sollte das längst passiert sein. Denn bei der Mitgliederversammlung im Frühjahr wollte sich Eva Jennert nicht zur Wiederwahl stellen, das hatte sie lange vorher angekündigt. Doch dann kam Corona. Die Mitgliederversammlung musste verschoben werden. Mittlerweile steht fest: Dieses Jahr wird es keine mehr geben, so wie auch viele andere Veranstaltungen nicht, die sonst ganz selbstverständlich auf dem Terminkalender des DRK Elze-Bennemühlen standen: Seniorenweihnachtsfeier zusammen mit demOrtsrat, die Feier für Freunde und Helfer, Tages- und Mehrtagesfahrt, Sommerfest mit dem Verein Dorfbild und Ferienpassaktionen für die Kinder. Allerdings ist Eva Jennert ehrlich: „Auch wenn die Mitgliederversammlung hätte stattfinden könnne, gebe es vermutlich noch keinen neuen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende. Bei mir hat sich niemand gemeldet, der Interesse an dem Posten hat, weder aus den Reihen des DRK noch ein Quereinsteiger." Dabei gibt es unter den Vorstandsmitgliedern durchaus Kandidaten, denen Eva Jennert es zutraut, die Aufgabe meistern zu können, für die man keine besonderen Voraussetzungen an Fachwissen mitbringen muss. „Mit Menschen sollte man gerne zusammensein", überlegt Eva Jennert. Ansonsten sind die Aufgabe beim DRK Elze-Bennemühlen gut verteilt, nichts bleibt alleine an der Vorsitzenden hängen. Um die Blutspendetermine, die zum Glück trotz Corona nur unter veränderten Bedingungen stattfinden, kümmert sich Monika Fessel, um das Basteln Wiebe Hemme-Detmering, um Soziales Gerda Sandau.  Das ist ein wichtiges Amt, wo es auch um die Karten für die Mitglieder bei Geburtstagen und ähnlichem geht. Und die zweite Vorsitzende Gerda Brüggemann, Schatzmeisterin Kerstin Becker und Schriftführerin Annika Schober unterstützen und entlasten die Vorsitzende, wo sie können. Dennoch hat Eva Jennert für sich schon vor weit über einem Jahr beschlossen, dass sie jetzt mit  78 Jahren aufhören möchte. Seit 17 Jahre, seit 2004 ist sie Vorsitzende, jetzt würde sie das Amt sehr gern abgeben, gerne in jüngere Hände. Doch vor allem ist ihr wichtig, dass es weitergeht und der Verein eigenständig bleiben. Alle anderen DRK-Ortsvereine in der Wedemark, die früher selbstständig waren, haben sich mittlerweile zum Ortsverein Wedemark zusammengeschlossen, zuletzt Bissendorf und Brelingen. „Wir haben rund 400 Mitglieder, darunter rund 40 Aktive, es wäre so schade, wenn wir unsere Eigenständigkeit aufgeben müssten", findet sie und steht Interessierten gerne für Gespräche zur Verfügung. Natürlich würde sie sich auch nicht sofort ganz rausziehen. Wenn es gelänge, bei der Mitgliederversammlung im nächsten Jahr einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu finden, stände sie diesem auf jeden Fall noch mit Rat und Tat zur Seite. Eine Vorstandsperiode dauert drei Jahre. Bei der Mitgliederversammlung 2019 hatte Jennert schon aufhören wollen, dann zugestimmt, ein Jahr dran zu hängen. Doch 2020 fiel die Versammlung aus und so ist sie immer noch Vorsitzende. Wer Interesse hat, kann sich bei ihr unter Telefon 5 82 146 melden oder per E-Mail an evajennert@t-online.de. Es wäre schön, wenn der- oder diejenige aus Elze oder Umgebung kommt – der Einzugsbereich des DRK-Ortsvereins reicht von Berkhof bis Meitze – aber Bedingung ist es nicht. Der nächste Blutspendetermin findet am 11. November in der Elzer Grundschule statt. Und gerne würden die DRK-Frauen in diesem Herbst noch einmal für die Bewohner des Altenheims Hoffnung backen, um auch hier ein bisschen Freude in schwierigen Corona-Zeiten zu bescheren.