Ein Dorf feierte gleich aus zwei Gründen

Hatten am Sonnabend doppelten Grund zum Feiern: Schützenkönige Jan-Gerd Rhenius (dritter von links) mit der ersten Preisträgerin Sigrid Rhenius und dem zweiten Preisträger Jörn Gärtner, Jugendpokalgewinner Leon Plinke (zweiter von rechts), Ortsbrandmeister Friedrich Koch (dritter von rechts) und Stellvertreter Rico Lautenschläger (rechts) beim Schützenfest und dem Kommers zum 75-jährigen Geburtstag der Feuerwehr.

Schützenfest und 75 Jahre Feuerwehr waren ein trefflicher Anlass

Duden-Rodenbostel (awi). Das Festzelt war in diesem Jahr eine Nummer größer als sonst, denn neben dem Schützenkönig und den Preisträgern nebst Gästen mussten diesmal auch weit über 100 Feuerwehrleute aus 14 Wedemärker Ortswehren hineinpassen. Die waren gekommen, um der Freiwilligen Feuerwehr Duden-Rodenbostel-Ibsingen zum 75-jährigen Bestehen zu gratulieren. Mit Kaffeetrinken im mit Erntekrone und Girlanden aus Getreide, Mais und Blumen wieder wunderschön geschmückten Festzelt und dem Schützenscheibenausbringen ging es am Nachmittag los. Diesmal war der Weg zum Schützenkönig nicht ganz so weit: Jan-Gerd Rhenius wohnt gleich auf dem ers-ten Hof links, wenn man von Roden- in Dudenbostel reinkommt. Erste Preisträgerin ist die Frau des Schützenkönigs, Sigrid Rhenius, zweiter Preisträger Jörn Gärtner. Die Jugendplakette sicherte sich Leon Plinke.
Am Abend stand dann die Feuerwehr im Mittelpunkt. Oberster Gratulant war der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer, der die gemeinsame Feier ausdrücklich begrüßte. Er hatte zwei hohe Auszeichnungen für zwei langjährige Feuerwehrkameraden mitgebracht: Heinrich Meyer ist bereits seit 50 Jahren in der Wehr, Hermann Drösemeier-Hasselbring seit 40 Jahren. Ortsbrandmeister Friedrich Koch bedankte sich bei allen, die bei der Organisation und den Vorbereitungen für das Fest mitgewirkt hatten, bei den Jagdpächtern für die „Kurzen“ nach dem Essen und bei der Firma Göing sowie Günter Papenburg für jeweils 50 Liter Bier. Koch erwähnte seine Vorgänger als Brandmeister: Heiner Bünger bis 1969, Heinrich Henneicke bis 1984, Hermann Drösemeier-Hasselbring bis 1995, Cord Henneicke bis 2001 und Uwe Raddatz bis 2010. Während es in den 70er Jahren nur einige kleine Waldbrände gegeben hatte, die mit Wasser aus Güllefässern gelöscht werden konnten, löschten die Duden-Rodenbosteler in den letzten 15 Jahren unter anderem einen Schweinestall und eine Hobbywerkstatt in Abbensen, einen Pferdestall in Bestenbostel, einen Moorbrand in Resse, ein Feuer in der Kieskuhle Negenborn und retteten Unfallopfer. Ihr erstes eigenes TSA bekamen sie 1975, das TSF Ende der 70er Jahre, das TSF-W 2003. Das erste Feuerwehrhaus stand in der Kurve in Dudenbostel, das zweite wurde am heutigen Standort in Rodenbostel errichtet und 2003 im Zuge der Fahrzeugneubeschaffung umgebaut. Ausdrücklich bedankte sich Friedrich Koch bei der Gemeinde Wedemark dafür, dass sie die kleine Ortswehr immer unterstütze und gut ausstatte.