Ein Glockenturm für Bissendorf-Wietze

Ira Wilkens und Pastor Thorsten Buck ist die Freude anzusehen.

Am 31. Oktober wird an der Christophoruskirche die Glocke geweiht

Bissendorf-Wietze. Am Reformationstag feiert die Christophoruskirche im 50. Jahr ihres Bestehens ein kleines Jahrhundertereignis: Um 18 Uhr versammelt sich die Gemeinde zur feierlichen Weihe einer neuen Glocke.
Damit ist Wirklichkeit geworden, was im April 2015 noch wie ein etwas abgehobener Traum klang. Damals hatte sich eine Initiative aus Kirchengemeinde, Ortsrat und Wietze-Gemeinschaft gefunden, die gemeinsam ein Ziel verfolgte: Zu den Gottesdiensten in der Waldkirche in Bissendorf-Wietze soll wieder eine Glocke läuten und so das Dorf zusammenrufen. Für Ira Wilkens und ihre Mitstreiter begann eine arbeitsreiche Zeit – Spenden wurden eingeworben, Feste gefeiert, Skeptiker überzeugt. Und im 502. Jahr der Reformation ist es nun dank vieler Spenden und der Unterstützung der Anja Fichte Stiftung so weit – der Glockenturm ist errichtet und die Glocke wird zum Gottesdienst läuten.
„Hier Gottesdienst ohne das Läuten einer Glocke zu feiern, war ein ungewohntes Gefühl“, berichtet Pastor Thorsten Buck, der das ehrgeizige Projekt von seinem Vorgänger Thomas Hirschberg übernommen hat. Glocken sind eben seit der Antike auch in der christlichen Tradition verankert und geben mit ihrem Klang dem Tag eine Struktur, in dem sie zum Gebet rufen. „Eine Glocke weiht auch nicht jeder Pastor“, freut sich Buck auf den Gottesdienst, den er gemeinsam mit Pastorin Wibke Lonkwitz feiert. – Die Glockeninschrift („Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Röm 12,12“) wird Thema des Abends sein.
Nun wird die Glocke der Christophoruskirche zu den Gottesdiensten läuten und durch ihr tägliches Geläut zum Innehalten und zum Gebet rufen – genau wie die Glocken der umliegenden Kirchen.