Ein Jahr Bildungsarbeit mitgestalten

Ulrike Kreft (links), Mentorin FSJ und Fachbereichsleiterin), Leah Müller, aktuelle FSJlerin der vhs Hannover Land. Foto: vhs Hannover-Land

Freiwilliges Soziales Jahr bei der vhs

Wedemark. Die vhs Hannover Land bietet ab dem 1. September wieder einen Platz an – Bewerbungen werden noch bis Ende des Monats entgegengenommen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (kurz: FSJ) im Bereich Kultur richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren, die sich beispielsweise nach der Schule oder Ausbildung kulturell engagieren, persönlich weiterentwickeln und beruflich orientieren möchten. Bereits zum zweiten Mal bietet die vhs Hannover Land nun ab September 2020 einen Platz für die Dauer von zwölf Monaten an. Dabei lernt die FSJlerin oder der FSJler alle VHS- Geschäftsstellen in Wunstorf, Garbsen, Neustadt, Burgwedel und in der Wedemark kennen. Hauptarbeitsort ist die VHS-Hauptgeschäftsstelle in Neustadt am Rübenberge. Interessierte können sich noch bis zum 30.04. für das FSJ bewerben.
Leah Müller war die erste FSJlerin der vhs Hannover Land. Die 17-Jährige begann ihre Stelle im September 2019. „Unter dem Begriff Bildungsarbeit konnte ich mir damals nicht so viel vorstellen. Mich hat die Vielfalt der Aufgaben gereizt“, erzählt sie. In den vergangenen sieben Monaten erhielt die FSJlerin einen Einblick in die verschiedensten Arbeitsbereiche der Volkshochschule – von Pädagogik über Personal bis hin zum Marketing. Von Anfang an durfte Leah eigene Projekte übernehmen und sich kreativ einbringen. Dazu zählte unter anderem die Vorbereitung der 100-jährigen Jubiläumsfeier der Volkshochschulen. Besonders am Herzen liegt ihr die Entwicklung von Kursangeboten, die ökologische, nachhaltige Inhalte thematisieren. Das Resultat ihrer Arbeit kann sich sehen lassen: In dem aktuellen Programmheft der vhs Hannover Land hat Leah gemeinsam mit ihrer Mentorin Ulrike Kreft, Leiterin des Fachbereichs Flexi (VHS-Programmbereich für Kinder und Jugendliche), ein mehrseitiges Kursangebot mit dem Schwerpunktthema "Nachhaltig leben“ initiiert. „Ich freue mich über den anderen Blickwinkel und die vielen neuen Ideen, die unsere junge FSJlerin mitbringt“, sagt Kreft. Regelmäßige Seminare sorgen für berufliche und persönliche Orientierung
Ein FSJ macht sich nicht nur im Lebenslauf gut, sondern wird auch als Wartezeit fürs Studium anerkannt. „Ich erlange durch das FSJ zudem den berufspraktischen Teil der Fachhochschulreife“, erzählt Leah. Zur beruflichen und persönlichen Entwicklung tragen darüber hinaus die insgesamt fünf Seminare bei, die im Laufe des Jahres stattfinden. In diesen jeweils fünftägigen Seminaren kommen FSJler aus verschiedenen Einrichtungen zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und Ansichten miteinander zu teilen. Dabei geht es einerseits um die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen und andererseits darum, Dinge zu erlernen, die im Arbeitsalltag in der Einsatzstelle weiterhelfen können.
Ob Leah das FSJ bei der vhs Hannover Land weiterempfehlen kann? „Ja, auf jeden Fall. Besonders gut gefällt mir das Arbeitsklima. Die Mitarbeitenden sind sehr hilfsbereit und zeigen mir gerne ihren Arbeitsalltag.“ Übrigens: FSJler sind sozialversichert, bekommen ein monatliches Taschengeld sowie 25 Tage Urlaub. Das Kennenlerngespräch mit den Bewerber/innen kann vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona-Pandemie selbstverständlich am Telefon geführt werden. Die vhs Hannover Land freut sich über Bewerbungen bis zum 30.04. an Ulrike Kreft, E-Mail: kreft@vhs-hannover-land.de, Telefonnr.: 05032 981982.