Ein Traum wurde wahr

Spektakuläres Tischtennis-Event in Resse

Resse (rt). Am Ende landeten beide auf der Platte und spielten unter dem Jubel der Zuschauer im Sitzen weiter. Tischtennissport in höchster Güte war an diesem Abend in Resse angesagt. Zum 50-jährigen Vereinsbestehens hatte die Crew um Spartenleiter Andreas Helm die Doppelweltmeister von 1989 Steffen Fetzner und Jörg Roßkopf in die Wedemark gelotst. Da Steffen „Speedy“ Fetzner etwas kränkelte, wurde vorsorglich der Europameister im Herrendoppel Zoltan Fejer-Konnerth als möglicher Ersatz aktiviert. Und auch er beherrschte die Kunst des Umganges mit dem kleinen Zelluloidballes perfekt. Begonnen hatte der Abend mit der Partie von Sabine Rauch gegen ihr Idol Steffen Fetzner. „Das ist schon eine andere Liga. Vor so vielen Leuten und dann gegen Speedy Fetzner. Für mich ist ein Traum wahr geworden,“ so die 44-jährige Kreisligaspielerin. In den drei Sätzen konnte sie durchaus punkten, was ihr den Applaus der ca 200 Zuschauer einbrachte. Die nächste Partie sollte dann zum Treffen der Generationen werden. Der erst 12-jährige (!) Oberligaspieler des SV Bolzum Yannik Xu maß sich mit Bundestrainer Roßkopf. Von Nervosität keine Spur, bot der Gymnasiast dem großen Rivalen erbitterten Widerstand. Roßkopf musste sich mächtig strecken, um am Ende die Oberhand zu behalten. Insbesondere nach dem Ausgleich zum 6:6 im zweiten, sowie der Führung von 3:1 im dritten Satz tobte die Halle. Nervös sei er nicht gewesen, zufrieden mit seinem Spiel auch nicht immer. Ob er Profi wird weiß er noch nicht, ihn stören da eher die Fehlzeiten in der Schule. Mutter Li Ming Xu sieht dem weiteren Werdegang des Filius, der ab der nächsten Saison in der Regionalliga spielt, gelassen entgegen. Nach einem Doppel gegen die Jugendtrainer Michael Dolgner und Dieter Meissner folgte dann der Showauftritt der drei Stars. Umwerfend war hier Fetzner als Schiedsrichter. Kleine Sticheleien begleiteten fortan das Match der Kollegen. Zum running gag wurde dabei das lila farbene Handtuch von Roßkopf. Seine Einwürfe wie „Da hast du dich wohl vergriffen?“ sorgten für Heiterkeit im Publikum. Und auch die Gespräch während des laufenden Spiels mit Zuschauern waren hörenswert. Das sportliche Niveau zog noch einmal deutlich an, ob mit mehreren Bällen oder kleineren Schlägern, die beiden Profis fühlten sich sichtlich wohl in ihrem Element. Grit Thomas aus Burgwedel durfte nach Zwischenrufen auch noch einmal gegen Fejer-Konnerth an die Platte, was sie sichtlich genoss. Nach knapp zwei Stunden war ein rundherum gelungener Abend für alle Beteiligten beendet, der mit minutenlangem Beifall der Sportbegeisterten einen würdigen Abschluss fand.