Ein Viertel der Trauungen von auswärts

Die SPD-Gemeindefraktion um Christa Bogenschütz, Doris Heicke, Heiner Peterburs und Niklas Mühleis (v. r.) diskutierte gemeinsam mit den Standesbeamtinnen Katja Peters (3. v. r.) und Marion Meine (2. v. l.) Themen wie Eheschließung und Geburtenzahlen. Foto: S. Birkner

SPD-Fraktion sprach sich für Verbleib des Standesamts im Ortskern aus

Bissendorf (sb). Nicht selten entscheiden sich Paare aufgrund ihrer positiven Erlebnisse bei der Hochzeit in der Wedemark, die Gemeinde auch zu ihrem Hauptwohnsitz zu machen. Von dieser und anderen Erfahrungen berichteten am vergangenen Mittwoch die Standesbeamtinnen Marion Meine und Katja Peters bei einem Besuch der SPD-Fraktion in Bissendorf. Wie Meine den Sozialdemokraten erklärte, seien im vergangenen Jahr bei steigender Tendenz 208 Eheschließungen in der Wedemark vorgenommen worden. „Von den 208 Paaren kommen 88 nicht aus der Wedemark, was deutlich für die Attraktivität des Standesamtes und der ganzen Gemeinde spricht“, berichtete Meine. Jährlich würden auch zwei bis drei homosexuelle Ehen geschlossen. Sie führte die hohe Zahl der Trauungen besonders auf die diversen Möglichkeiten zurück, die sich den Paaren im Anschluss an die standesamtliche Zeremonie bieten. „Das Bürgerhaus mit seinem Sitzungszimmer und dem großen Saal bietet beispielsweise Platz für unterschiedlich große Hochzeitsgesellschaften“, erklärte Meine. Heiner Peterburs von der SPD-Gemeindefraktion sprach von einer „Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, denn nicht nur die Gemeinde verdient durch die Vermietung der Räumlichkeiten mehrere Tausend Euro jährlich. „Auch die in Bissendorf ansässige Gastronomie profitiert von den vielen Hochzeiten“, stellte Peterburs fest. In Wedemärker Familien wurden im Jahr 2010 insgesamt 197 Kinder geboren, davon 106 Mädchen. „Auch die Geburtenrate nimmt in der Wedemark tendenziell zu“, sagte Meine. Wie Peterburs anmerkte, sehe die Politik die Zahl der Geburten und Eheschließungen als wichtigen Indikator für die Zufriedenheit der Wedemärker mit der Gesamtsituation an. „Um dem Anspruch einer Wohlfühlgemeinde gerecht zu werden, sollten diese Zahlen und Tendenzen in der politischen Diskussion stets berücksichtigt werden“, sagte er. Aufgrund der derzeitig äußerst positiven Situation sprach sich die Fraktion geschlossen für den Verbleib des Standesamts am jetzigen Standort im Bissendorfer Ortskern aus.