Ein wenig Weihnachten trotz Corona

Die Landjugend fuhr am Tag vor Heiligabend mit elf weihnachtlich beleuchteten Traktoren durch die Ortschaften der Wedemark – hier in Brelingen – und freute sich über die Menschen, die an den Straßenrändern standen und den Treckerfahrern begeistert zuwinkten – selbstverständlich auf Abstand bedacht. Foto: K. Brandt

Landjugend Wedemark fährt mit beleuchteten Treckern durch die Dörfer

Wedemark (awi). Eine spontane Idee, die zwar wegen des Einholens der notwenigen Genehmigungen bei Gemeinde und Polizei und des Schmückens der Traktoren und Anhänger noch einiges an Vorbereitungen erforderte, hat am Tag vor Heiligabend bei den Initiatoren der Wedemärker Landjugend und den Bürgern, die an den Fenstern ihrer Häuser oder am Straßenrand standen, für weihnachtliche Gefühle gesorgt: Ein beleuchteter Treckerkorso zog am 23. Dezember abends von Elze über Hohenheide und Mellendorf nach Bissendorf, über Scherenbostel, Mellendorf, Brelingen, Negenborn und Abbensen, Duden-Rodenbostel und Oegenbostel nach Bennemühlen – insgesamt waren es 36,5 Kilometer. „Wir Landjugendmitglieder haben uns mit elf Traktoren auf dem Hof Backhaus in Plumhof getroffen und sind dann vom Elzer Edeka-Parkplatz aus gestartet. Ziel war nach eineinhalb Stunden das Beans Country in Bennemühlen, wo wir den Trecker-Korso wieder aufgelöst haben“, berichtete Noah Lindwedel, einer der Vorsitzenden der Wedemärker Landjugend und Mitinitiator der Aktion. Ein Vorstandsmitglied hatte von einer ähnlichen Aktion in einer anderen Region gehört und die anderen angestiftet, auch in der Wedemark einen beleuchteten Trecker-Umzug auf die Beine zu stellen, um trotz Corona-Beschränkungen etwas Weihnachtsstimmung zu verbreiten. Bekannt gemacht wurde die kurzfristige Aktion durch Mund-zu-Mund-Propaganda und die sozialen Medien. „Vor allem am Startpunkt auf dem Elzer Supermarktparkplatz und an der Goltermann-Kreuzung waren doch überraschend viele Leute zusammengekommen“, erzählte Noah Lindwedel, der sich vor allem über die leuchtenden Kinderaugen freute. Die Polizei habe den Umzug sporadisch begleitet und vor allem dort, wo mehr Menschen auf der Straße waren, darauf geachtet, dass alle Abstands- und Hygieneregeln eingehalten wurden. Aber alle hätten sich sehr diszipliniert verhalten, freuten sich die Initiatoren von der Landjugend, denen die Aktion großen Spaß gemacht hat. Ob sie sie allerdings im nächsten Jahr wiederholen. darauf wollen sie sich jetzt noch nicht festlegen. „Wer weiß, was nächstes Jahr ist. Mit der Entwicklung in diesem Jahr hatte ja auch niemand gerechnet“, sagt Noah Lindwedel zu Recht.