Eishockey bleibt seine größte Leidenschaft

Jochen Haselbacher freute sich über die Überraschungen zu seinem 75. Geburtstagen und bedankte sich für das tolle Feuerwerk bei seiner Ehefrau Jana.
 
Politikveteranen unter sich: Jochen Haselbacher (von links) mit dem ehemaligen Landtagspräsident Jürgen Gansäuer und früheren ersten Kreisrat Michael Fastabend.

Jochen Haselbacher feierte mit vielen Gästen aus Politik und Sport seinen 75. Geburtstag

Mellendorf (awi). „Neben meiner Familie haben Sport, Politik und Wirtschaft mein Leben bestimmt“, sagte Jochen Haselbacher wie vor fünf Jahren auch jetzt bei der Feier anlässlich seines 75. Geburtstages, denn daran hat sich auch in den vergangenen fünf Jahren nichts geändert. Mit Weggefährten aus den genannten Bereichen hat der engagierte Sportentertainer und frühere Landtagsabgeordnete im Ice House am Sonnabend mit einem Frühschoppen zu den Klängen von Fredo Fleischmanns Swing Company seinen Ehrentag gefeiert – mit ein bisschen Verspätung, denn eigentlich hatte Haselbacher schon am 17. September Geburtstag. Doch zu diesem Zeitpunkt war er mit seiner Frau Jana im verdienten Urlaub, das geht nämlich immer nur vor Beginn der Punktspielsaison im Eishockey. Doch seinen 75. zu feiern, das wollte sich Haselbacher denn doch nicht entgehen lassen und erneut war es ein gesellschaftliches Ereignis für die Wedemark.
Namentlich begrüßte das Geburtstagskind nur einige wenige: den früheren Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuser mit seiner Frau, Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski und den Leiter der Oberligen Nord und Süd, Oliver Seeliger. Er freute sich, dass mehrere Angestellte aus dem früheren Emaillierwerk gekommen waren und natürlich „seine Mannschaft", die allerdings erst einmal ihr Training auf dem Eis absolvierte, bevor es ans Feiern ging. Auch den Sponsoren seines Eishockeyteams, ohne die es in seinem "vierten Leben" nicht ginge, galt ein herzliches Willkommen: Andreas Prahl von Nordpack, Rainer de Groot von hus de Groot und Jörg Bierwirth von Secutimetec. Haselbacher begrüßte außerdem seinen Kegelverein, die „Mettwurstlümmel", die demnächst ihr 50-jähriges Bestehen feierten. Und natürlich durfte auch diesmal die Erwähnung der Familie nicht fehlen, „ohne die alles nicht funktionieren würde", an der Spitze, „meine Frau Jana, die wichtigste Person in meinem Leben". Mit fünf Kinder, ihren Partnern und zehn Enkel zähle der engste Kreis der Familie mittlerweile 22 Personen, verkündete Haselbacher stolz.
Auch Jana Haselbacher griff zum Mikrofon, erzählte von der Mopedtour des 17-jährigen Jochen nach Trondheim in Norwegen, von Abi, Ausbildung bei der Bank und Bundeswehr und seinem größten Auftrag, dem Emaillierwerk.  Noch heute verkünde die Verkleidung der Moschee in Kuala Lumpur von dessen Bedeutung für die Welt. Doch er habe das Werk zum richtigen Zeitpunkt verkauft, als es sich nicht mehr rechnete, und das Geld ins Eisstadion investiert, das jetzt "unser Leben ausmacht". Ihr Jochen sei immer innovativ gewesen, wusste, wo er dranbleiben musste, habe den Mut gehabt, Dinge anzufassen und er sei auch immer ein bisschen verrückt gewesen, wie das Eishockey bewiesen habe", so Jana Haselbacher und erklärte: „Aber wir freuen uns, dass es so viele gibt, die uns vertrauen und unterstützen, dass die Jugend Eishockey von den großen Vorbildern lernen kann." Anschließend bescherte sie ihrem Mann und seinen Gästen mit einem von der Pyrotechnik Rohr aus Brelingen veranstalteten Tagfeuerwerk eine gelungene Überraschung.

Jochen Haselbacher hat viel bewegt in der Wedemark: Über 20 Jahre lang hat er von 1982 bis 2003 dem Niedersächsischen Landtag angehört, war von 1986 bis 1998 wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Nach dem Abitur ging Haselbacher zur Bundeswehr, absolvierte dann eine Lehre als Bankkaufmann und war von 1972 bis 1992 Geschäftsfüher des mittelständischen Familienunternehmens Emaillierwerk in Mellendorf. Seit 1994 ist er Geschäftsführer der Sport- und Freizeit GmbH, die Spaßbad und Eishalle betreibt. 1972 trat Haselbacher in die CDU ein, war von 1974 bis 1990 Gemeindeverbandsvorsitzender, übernahm 1990 den Kreisverbandsvorsitz Hannover-Land und war auch Mitglied des Bezirksvorstandes Hannover. Von 1972 bis 1991 saß Haselbacher im Gemeinderat der Wedemark, war dort seit 1979 Fraktionsvorsitzender. 2003 verabschiedete der Kreisparteitag Jochen Haselbacher offiziell in den politischen Ruhestand – aber nur in den politischen, denn weder gesundheitliche Beeinträchtigungen noch sein Engagement für den Sport im Allgemeinen und das Eishockey im Besonderen haben ihn bisher dazu bewegen können, komplett in den beruflichen Ruhestand zu treten, obwohl er die Sport- und Freizeit GmbH bei Sohn Ingo in den besten Händen weiß. Aber der tägliche Fußmarsch von der Andreas-Haselbacher-Straße am einen Ende Mellendorfs zum Eisstadion am anderen Ende des Ortes ist ein Muss für den rüstigen Senior. Mellendorf ist Haselbachers Heimat, hier ist er geboren, hier lebt er seit seiner Heirat 1967 zusammen mit seiner Frau Jana, die er vor fast 60 Jahren im Internat kennen- und lieben lernte, und hier sind seine fünf Kinder aufgewachsen, die übrigens alle ebenfalls bis heute der Wedemark die Treue gehalten haben und von denen vier quasi täglich mit dem Vater – und der Mutter natürlich, die vom Ruhestand ebenfalls nichts wissen will – zusammenarbeiten. In der Wedemark hat Jochen Haselbacher nicht nur politisch einiges bewegt, sondern auch im Sport. 16 Jahre lang war er Vorsitzender des Sportvereins Blau-Gelb Elze, ein begeisterter Fußballer, überzeugt vom Mannschaftssport und inspiriert vom Teamgeist – übrigens etwas, was er auch auf die Politik übertrug. Dann nahm sich Haselbacher des ESC Wedemark an, sorgte für ungewohnte Höhenflüge im Eishockeysport und hob die Scorpions aus der Taufe. Er saß im Aufsichtsrat der DEL, in die er seine Scorpions hineinklagte, die er vor zehn Jahren an den Unternehmer Günter Papenburg verkaufte, war Vizepräsident des Deutschen Eishockeybundes und Mitglied der „Hall of Fame“ des Deutschen Eishockeysports. Als erster Vorsitzender des ESC Wedemark, den er vor einigen Jahren neu gründete, führt Jochen Haselbacher nun die Nachwuchsarbeit im Eishockey in der Wedemark fort und das mit großem Erfolg.
Als Haselbacher 1972 in die Wedemärker Politik einstieg, war hier die SPD unter Hermann Voges tonangebend. In der CDU hieß es Aufbauarbeit leisten und das tat Haselbacher zusammen mit Karsten Schmieta mit dem ihm eigenen Biss. Die Partei dankte es ihm, indem sie ihn 1982 erstmals für den niedersächsischen Landtag nominierte, in den er 20 Jahre lang in Folge gewählt wurde. Als er 2003 nicht wieder kandidierte trat Editha Westmann, damals noch Lorberg, seine Nachfolge an und sitzt seitdem im Landtag. Im Gemeindeverband fand Haselbacher seinen Nachfolger zunächst in Jörg-Friedrich Onnasch, dann in Editha Westmann und schließlich aktuell in Felix Adamczuk.

Jörg Onnasch, Nachfolger Haselbachers als Gemeindeverbandsvorsitzender: „Jochen Haselbacher ist einer der wenigen Politiker, die ich kenne, die aufrichtig sind. Mir war er zudem immer ein verlässlicher Freund."
Tasso Donnarumma, Bauunternehmer und Sponsor: „Jochen Haselbacher, das ist Eishockey-Leidenschaft in Perfektion. Als Landtagsabgeordneter hat er die Wedemark salonfähig gemacht, in dem zur EXPO die S-Bahn hierher geholt hat."
Rudi Ringe, CDU-Ratsfraktionsvorsitzender: „Jochen Haselbacher hat Schuld, dass ich in den Rat gekommen bin und die größe Schuld daran, dass ich Ortsverbandsvorsitzender als Nachfolger seiner Frau Jana geworden bin. Und bei ihm hab ich Wahlkampf gelernt, zum Beispiel beim Brötchen verteilen."
Mellendorfs Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas: „Jochen Haselbacher ist zielstrebig und grenzenlos im positiven Sinne, ein Kämpfer, immer optimistisch, nie rückblickend, sehr engagiert, heimatliebend und bodenständig."
Jürgen Gansäuer, früherer CDU-Politiker und Landtagspräsident: „Jochen ist einfach ein wahnsinnig sympathischer Mensch. Was ich an ihm immer besonders geschätzt habe: Wenn er etwas zugesagt hat, hat er auch eingehalten. Wir konnten uns immer aufeinander verlassen. Die Chemie stimmte sofort und das gilt bis heute. Er ist einfach ein feiner Kerl."
Oliver Soost, zweiter Vorsitzender des ESC Wedemark Scorpions: „Jochen Haselbacher hat das größte Herz für den Nachwuchs, das ich jemals kennengelernt habe. Für die Bambinis würde er sein letztes Hemd hergeben. Ich bin froh, dass er erster Vorsitzender ist. Mit ihm macht es richtig Spaß."
Ingo Haselbacher: „Mein Vater steht für Geradlinigkeit und Mut und ist der politischste Mensch, den ich kenn. Er macht einen ganz ordentlichen Opa. Wir zwei sind ein gutes Team."
Eishockey-Spartenleiter Kersten Balogh: „Jochen Haselbacher ist ehrgeizig, familiär, gesellig und das Eishockey verdankt ihm alles."
Felix Adamczuk, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender: „Jochen Haselbacher – das ist jahrzehntelange engagierte Arbeit für die Partei in verschiedenen Gremien. Er war einer meiner Vorgänger im CDU-Gemeindeverband. Er ist extrem vernetzt und wahnsinnig engagiert."