Entkusselung am Brelinger Berg

Mitglieder der Nachbarschaftsgruppe nach getaner Arbeit.

Nachbarschaftsgruppe mit bemerkenswertem Einsatz

Brelingen. Die Nachbarschaftsgruppe aus „Pfeiffers Garten“ in Bissendorf (Anne-Christin und Holger Klose, Sabine und Andreas Weiner, Sybille und Stefan Elspaß, Cordula und Rudolf Bou Vinals sowie Silke Kowal und Jörg Becker) hat nun bereits zum dritten Mal einen bemerkenswerten Einsatz zum Erhalt der Wedemärker Natur geleistet. Die befreundeten Paare trafen sich am kürzlich trotz des extrem unfreundlichen Regenwetters mit Peter Griemberg und Heinz Linne vom NABU Wedemark, um gemeinsam eine wertvolle Fläche am Brelinger Berg zu „entkusseln“.
Das flächenhafte Naturdenkmal ND-H177 Nartheciumwiese wurde 1989 zum Schutz der Moorlilien (Narthecium ossifragum) ausgewiesen, der volkstümliche Name Beinbrech kommt von dem Glauben dass Kühe, welche diese Pflanzen fressen, leichter Knochenbrüche erleiden. Es handelt sich hier um den einzigen bekannten Standort in der Wedemark, die empfindsamen Pflanzen leiden unter Lichtmangel und geringer Luftfeuchtigkeit beziehungsweise Trockenheit. Deshalb muss die Fläche immer wieder einmal von aufwachsenden Gehölzen wie Faulbaum und Kiefern befreit werden. Ein entsprechender Pflegeauftrag der Unteren Naturschutzbehörde an den NABU bringt zudem erfreulicherweise noch etwas Geld in die NABU-Kasse.
Die Gehölze wurden je nach Größe ausgerissen, abgezwickt, mit der Motorsäge abgesägt oder mit der Hacke beseitigt. Rückenschonende Tätigkeiten waren bei diesem Einsatz nicht vorgesehen, bei gebückter Haltung konnte dann allerdings das Regenwasser gut ablaufen.
Die Teilnehmer waren trotz dieser widrigen Bedingungen hoch motiviert und mit bester Laune bei der Arbeit. Das Resultat kann sich sehen lassen.
Auch auf das traditionelle Abschluss-Picknick wurde nicht verzichtet, mitgebrachte Speisen und Getränke schmeckten nach gemeinsamer Arbeit besonders gut. Der Jahresbeginn 2020 wurde bereits vorausschauend kurz thematisiert.