Erdwespen verhindern Freischaltung

Klaus Frost zeigt auf das Erdwespenloch in der Nähe des Schaltkastens. Weil der Techniker der Telecom Angst vor den Wespen hatte, musste der Berkhofer fast drei Monate auf die Freischaltung des htp-Anschlusses seines Hauses am Allerbusch (im Hintergrund) warten. Foto: A. Wiese

Fast ein Vierteljahr wurde Klaus Frost von htp immer wieder vertröstet

Berkhof (awi). Erdwespen haben fast drei Monate lang verhindert, dass der Berkhofer Klaus Frost seinen ursprünglich für den 4. September zugesagten htp-DSL-Anschluss freigeschaltet bekam. Zumindest lautet so die offizielle Begründung von htp, dem Vertragspartner von Frost. htp ist für die Freischaltung allerdings darauf angewiesen, dass ein Techniker der Telecom die Freischaltung im Schaltschrank aktiviert, denn htp nutzt die Hardware der Telecom. Das sei allerdings nicht möglich gewesen, weil der Techniker sich dem Schaltschrank wegen eines Erdwespenloches und in dessen Umfeld fliegender Wespen nicht habe nähern können, bestätigte htp-Pressesprecherin Silke Mackensen auf Nachfrage des ECHO. Auch ein zweiter Termin Ende September, an dem Klaus Frost erneut einen halben Tag zuhause blieb, um auf den angesagten Techniker zu warten, verstrich, ohne dass etwas passierte. Auf seine Nachfrage hieß es, die Wespen seien immer noch da. htp teilt ihm mit, die Telecom befinde sich in einer Auseinandersetzung mit der Gemeinde Wedemark, die ihrer Auffassung nach für die Entfernung des Wespennestes zuständig sei. Diese Aussage wurde im Laufe des Oktober und November mehrfach erneuert, obwohl die gesunkenen Außentemperaturen mittlerweile dafür sorgten, dass sich schon seit Wochen keine Wespe mehr blicken ließ, versicherte Klaus Frost, dessen Haus am Allerbusch knapp 50 Meter entfernt von dem Schaltkasten liegt. Die Gemeinde konnte übrigens trotz mehrfacher Nachfrage keine Informationen zu dem Vorgang und einer Bitte um Beseitigung des Wespennestes durch die Telecom geben. Und dann ging es auf einmal ganz schnell. Nach dem Anruf des ECHO bei htp teilte Silke Mackensen die gute Nachricht mit, dass die Freischaltung kurzfristig am Freitag vollzogen werden könne. Für die Rechnung, die Frost erhalten habe, obwohl er ja noch gar keinen Anschluss hat, habe man eine Gutschrift rausgeschickt. Also Ende gut, alles gut, aber ein bisschen Kopfschütteln bleibt zurück.