Ereignis für Pferdefreunde

Nach den Hunden durchqueren die Reiter die recht volle Wietze. Ein Schauspiel für alle Zuschauer. Im Hintergrund rechts die Jagdhornbläser "Rallye de la Bruyère". Foto: E. Rodenbostel
 
Der Ritt in hohem Tempo über plazierte Hindernisse auf der Hubertusjagd 2019. Foto: E. Rodenbostel

Hof Bäßmann veranstaltet Hubertusjagd

Meitze (er). Die Meitzer Hubertusjagd ist seit vielen Jahren ein Muss für begeisterte Pferdefreunde. In diesem Jahr kamen bei schlechter Wetterprognose 52 Reiter mit ihren Pferden an den Start und bei guter Stimmung und nur leicht durchnässt auch alle heil und in guter Stimmung gegen 16.30 Uhr zum Stelldichein wieder auf dem Hof Bäßmann an. Zu den üblichen Gästen konnten zwei Anhänger Publikum vom Hof Feldmann aus Thönse begrüßt werden, die dort schon am letzten Wochenende die Hubertusjagd veranstaltet haben.
Organisiert wird die Meitzer Jagd seit Jahren von Helmut Bäßmann, in diesem Jahr wieder zusammen mit dem Führer der Niedersachsen-Meute Camill Freiherr von Dungern und Cord-Peter Garms vom Realverband Fuhrberg.
Nach der Begrüßung durch Helmut Bäßmann, kurzer Beschreibung der Wegstrecke durch Meitze und Fuhrberg, allgemeinen Verhaltensregeln, sowie der Erklärung der zur Verfügung stehenden Rettungswagen stellte Master Cosimo von Dungern die Piköre vor.
Der Jadgherr kam wieder aus Brandenburg: Malte Voigts führte das erste Feld, in dem die 34 Hindernisse springend genommen werden sollten. „Die Meitzer Jagd ist immer gut organisiert, sie ist vielseitig und hat tolle Hindernisse“, freute er sich. „Solche Standards wie hier möchte ich auch in Brandenburg einführen.“ Das zweite Feld wurde von Camilla von Dungern und Nicole Bäßmann geführt, dort konnten die Hindernisse „nicht springend“ umwunden werden und im dritten Feld, dem sogenannten „Genießer-Feld“, hatte Ursel Buelthus die Führung.
Nach dem Stelldichein um 13.00 Uhr startete eine halbe Stunde später nach den ersten Signalen der sieben Jagdhornbläser der Gruppe „Rally Trompes de la Bruyère“ die Niedersachsenmeute mit 23 Foxhound-Hunden. Sie wurde in diesem Jahr zum ersten Mal von Master Cosimo von Dungern geführt, der für den verletzten Vater einsprang. Die Hunde sollen möglichst laut jagen, was die Niedersachsen-Meute hervorragend tut, und folgt einer Anisspur. Das erste Feld startete bei beginnendem Nieselregen, der sich aber im Laufe des Nachmittags bis zum Ende der Jagd immer wieder verflüchtigte.
Die Schleppjagd ging über eine Länge von 14 Kilometern, dabei wurden fünf Schleppen gelegt. Die Hunde wurden nach jeder Schleppe zusammengehalten, bis sie erneut der nächsten Fährte folgen durften.
Besonders interessante Hindernisse wurden von den Traktoren mit Anhängern angesteuert, so dass die Zuschauer immer den besten Blick hatten. Die Jagdhornbläser aus Ahlden waren stets an Ort und Stelle und begleiteten die Jagd mit den unterschiedlichsten Signalen. In diesem Jahr kamen alle Reiter ohne Abwurf durch die Wietze. Sie führte mehr Wasser als nach diesem trockenen Sommer vermuten ließ. Mancher Teilnehmer musste die Beine sehr anwinkeln, wurde aber mit großem „Hallo“ und viel Applaus am anderen Ufer begrüßt. Nach weiteren Hindernissen wurde sich auf der Wiese vor Meitze zum Halali getroffen: Jeder Reiter bekam vom Jagdherren Malte Voigts einen Bruch überreicht und die Hunde zum Abschluss ihre wohlverdiente Belohnung in Form von frischem Pansen. Ein großes Lob ging an die Niedersachsen-Meute, die ein hohes Tempo sehr fährtensicher gegangen ist.
Helmut Bäßmann äußerte sich zufrieden über diese gelungene Hubertusjagd: „Wir hatten keine Unfälle und Glück mit dem Wetter. Die Stimmung ist sehr gut!“