Erika Neddermeyer wurde 100 Jahre alt

Die stellvertretende Bürgermeisterin Editha Lorberg und der stellvertretende Regionspräsident Wolfgang Neubauer freuten sich über die rüstige Erika Neddermeyer, die ihren 100. Geburtstag feierte. Foto: A. Wiese

Editha Lorberg und Wolfgang Neubauer gehörten zu den Gratulanten

Elze (awi). Am 28. September des Jahrs 1911 wurde Erika Neddermeyer, geborene Meine, in Hellendorf geboren, in einem kleinen landwirtschaftlichen Anwesen am Kleinen Weg, wo ihre Familie lebte. „Mein Vater starb allerdings schon, als ich erst fünf Jahre alt war“, erzählte die rüstige 100-Jährige am Mittwoch ihren Gratulanten. Sie wuchs mit ihrer Schwester bei ihrer Mutter und den Großeltern auf. Mit ihrer Schwester hatte sie zeitlebens guten Kontakt. Sie wurde 94 Jahre alt. Erika Neddermeyer lernte Nähen und Kochen, arbeite zunächst in einer Gastwirtschaft in Hodenhagen und kam dann als Stütze der Hausfrau in den landwirtschaftlichen Haushalt der Familie von Altbürgermeister Wilfried Willers. Hier lernte sie den Elzer Landwirt Hans Neddermeyer kennen, der sich vom Fleck weg in die patente Erika verliebte. Das Paar heiratete am 20. November 1931 und bewirtschaftete von nun an den landwirtschaftlichen Betrieb der Neddermeyers an der Hohenheider Straße in Elze gemeinsam. Hier lebt Erika Neddermeyer heute noch, zusammen mit ihren beiden Töchtern Marianne Heidtke, geboren 1932, und Gudrun Kliem, geboren 1939. Der Hof wird mittlerweile im Nebenerwerb von Erika Neddermeyers Enkel Friedel Sawrin bewirtschaftet. Die rüstige Jubilarin hat vier Enkelkinder, vier Urenkel und einen Ururenkel, der zwei Tage vor ihrem Geburtstag ein Jahr alt wurde. Er lebt allerdings in Hamburg, so dass die Ururgroßmutter ihn nicht allzu häufig zu Gesicht bekommt. Mit ihrem Geburtstag verbindet die Jubilarin allerdings nicht nur angenehme Erinnerungen: Am 28. September vor genau 35 Jahren starb ihr Mann Hans während eines Urlaubs in Meran an einem Herzinfarkt. Auch ihre beiden Töchter sind bereits verwitwet, so dass Erika Neddermeyer augenwinkernd vom „Drei-Mädel-Haus“ in der Hohenheider Straße spricht. Sie freut sich über die zahlreichen Gratulanten, die sich an diesem Vormittag die Türklinke in die Hand geben. Freundinnen kommen vorbei, eine Abordnung der Landfrauen, bei denen Erika Neddermeyer heute noch Mitglied ist, Pastor Joachim Schnell und als Vertreterin von Rat und Gemeinde die stellvertretende Bürgermeisterin Editha Lorberg. Sie überreicht der Jubilarin einen Bildband der Wedemark und eine Urkunde. Für die Region gratuliert der stellvertretende Regionspräsident Wolfgang Neubauer. Bereits einen Tag vor ihrem Geburtstag hat Erika Neddermeyer ein Glückwunschschreiben vom Ministerpräsidenten erhalten, erzählt sie stolz. Die Frage, wie sie bei so guter Gesundheit so alt werden konnte, hat sie schnell beantwortet: „Ich habe ganz normal gelebt.“ Ihre Mutter trinke ganz gern ein Likörchen und sei gerne gereist, verrät Tochter Marianne zudem.
Früher gehörten Handarbeiten und Gartenarbeit zu Erika Neddermeyers täglichen Hobbys. Das klappt heute nicht mehr so gut, räumt sie ein. Aber sie liest gerne Zeitung, informiert sich im Fernsehen über das Tagesgeschehen und klönt mit ihren Freundinnen. Und alle Gäste sind ehrlich beeindruckt von der munteren 100-Jährigen, von der sich manch Jüngere wohl noch eine Scheibe abschneiden könnten.