Erinnerungsbilder hängen im Glaskasten

Sind zu Recht stolz auf ihr Werk: Anja Weiß (l.) und Sabine Glandorf (r.) mit einigen der beteiligten Schüler: Birka Düerkop (vordere Reihe von links), Hannah Dirksen und Sarah Dölle, Cedric Balogh (hintere Reihe von links), Nils Petrick, Alina Ritter und Chari Opfer. Foto: A. Wiese

Schüler-Ferien-Projekt: das alte Schulgebäude sollte irgendwie sichtbar bleiben

Mellendorf (awi). So schön das neue Schulgebäude auch ist, so ein kleines bisschen hing man ja auch am alten. Und so machten sich 14 Schüler im Rahmen eines Ferienprojektes mit Unterstützung von Gemeindeverwaltung und Jugendkunstschule unter Leitung von Anja Weiß und Sabine Glandorf daran, Erinnerungsbilder zu schaffen. Das riesige Kunstwerk aus 500 kleinen Holzklötzchen des Fußbodens, auf denen diverse Fundstücke aus dem alten Schulgebäude montiert sind, wurde noch im Altbau gefertig, zog dann mit um in den Neubau und hat jetzt endlich einen festen Platz im sogenannten „Glaskasten“ neben der Mensa gefunden.
Am Donnerstag wurden die hinter einer Sicherheitsglasscheibe geschützten „Erinnerungsbilder“ offiziell vorgestellt. Angela von Mirbach, Kulturbeauftragte der Gemeinde, bedankte sich herzlich bei Initiatoren, Akteuren und Begleitern. Es sei eine tolle Idee, den Fußboden, über den 36 Jahre lang Schüler und Lehrer spazieren gegangen sind, auf diese Weise für die Nachwelt zu erhalten, befand von Mirbach. Zwei Tage lang hätten die Schüler die Möglichkeit gehabt, das leere alte Schulgebäude zu inspizieren und mit Hilfe von Werkzeug alles abzubauen, was ihnen für ihr Kunstwerk dienlich erschien. Da finden sich Raumnummern ebenso wie eine antiquierte Brausepulverflasche oder ein Totenkopfemblem. Die Firma Benecke hat das zwei mal zwei Meter große und 60 Kilogramm schwere Kunstwerk fachgerecht montiert. Leider gibt es noch ein paar Probleme mit dem Spezialkleber: Auch während der „Einweihungszeremonie“ fiel ein Holzklötzchen mit einem leisen Plopp zu Boden. Doch an der Lösung des Problems wird gearbeitet. Von den Erinnerungsbildern wurde auch eine Postkarte produziert, die sich jeder Schüler ab sofort kostenlos im Sekretariat seiner Schule abholen kann. Auch die Schulleiterinnen der beiden Schulen im neuen Gebäude, Swantje Klapper, und Heike Schlimme-Graab bedankte sich ganz herzlich für das Kunstwerk. Auch sie habe sich schon über die Weiterverwendung der Holzklötzchen aus dem Fußboden Gedanken gemacht, gab Klapper zu. Der Anblick der motivierten Schüler auf Suche nach Erinnerungsstücken im „Geisterhaus“ habe sie gefreut. Anja Weiß und Sabine Glandorf versicherten, ihnen habe die Arbeit mit den Schülern großen Spaß gemacht. Die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf bedankte sich im Namen der Gemeinde, die das Projekt finanziert hat.