Erster Schützenempfang durch den Rat

Sämtliche Wedemärker Schützenvereine marschierten mit ihren Vertretungen vor dem Bürgerhaus in Bissendorf auf und formierten sich mit den Einladenden aus Rat und Verwaltung zum obligatorischen Gruppenbild auf dem Amtshof. Foto: A. Wiese

Bürgermeister möchte auf Beginn der Schützenfestsaison aufmerksam machen

Bissendorf (awi). Bürgermeister Tjark Bartels und der Rat der Gemeinde Wedemark hat am Sonnabend beim ersten offiziellen Schützenempfang in der Geschichte der Wedemark die Vertreter sämtlicher Schützenvereine mit den Klängen des Elzer Feuerwehrmusikzuges feierlich empfangen und begrüßt. Der Termin eine Woche vor dem
ersten Schützenfest im Gemeindegebiet – am 5. und 6. Mai eröffnet Scherenbostel den Schützenfestreigen – sei ganz bewusst gewählt, um öffentlich darauf aufmerksam zu machen, dass die nächste Schützenfestsaison vor der Tür stehe, erklärte Bürgermeister Tjark Bartels in seiner Begrüßungsrede. Der Rat wolle die Schützen begrüßen und sich mit diesem Empfang bei ihnen für die Pflege der Tradition des Schützenwesens bedanken. „Ich hoffe, dass die Schützen es schaffen, die Tradition zu bewahren und damit in eine neue veränderte Zeit zu gehen. Unsere Schützenvereine sind ein Bindeglied im Ort und die Schützenfeste eine Chance für Neubürger, sich zu integrieren, da bei den Bürgerschießen auch Nicht-Vereinsmitglieder mitschießen können“, sagte Bartels vor Schützen und Ratsmitgliedern im Bürgersaal. Der Rat wünsche den Schützen Glück und mehr Teilnehmer bei ihren Festen, die wieder als Mittelpunkt des Dorflebens erkannt werden müssten. Der Rat bedanke sich bei den Ehrenamtlichen für ihr Engagement bei der Organisation und Durchführung der Schützenfeste. Kreisschützenmeister Mathias Böttcher bedankte sich im Namen der Schützenvereine aus der Wedemark innerhalb des Kreisschützenverbandes Wedemark-Langenhagen für die Einladung zur ersten Schützenbegrüßung. „Möge die Idee zu dieser Veranstaltung das Miteinander der Schützenvereine mit Leben erfüllen“, wünschte sich Böttcher. Sollte diese Veranstaltung Erfolg haben, habe auch Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer den Schützen zugesagt, zur Schützenfestsaison für die Vereine aus Langenhagen einen solchen Empfang auszurichten. Jeder Verein habe in der heutigen Zeit seine kleinen Problemchen wie zum Beispiel die Mitgliederentwicklung, aber auch durch den Kontakt miteinander könnten hier vielleicht Lösungen für die Zukunft gefunden werden, hoffte Böttcher. Gerade die Schützenfeste hätten in der heutigen Zeit einen Rückgang der Besucher zu verzeichnen. Hier könne man miteinander nach Lösungen und Möglichkeiten suchen, die Schützenfeste attraktiver zu gestalten. „Unser Erscheinungsbild nach außen, dass wir nur trinken, entspricht nicht den Tatsachen“, betonte Böttcher. Man feiere die neuen Könige mit ein bis zwei Bierchen. Manche Vereine seien von zwei bis drei Tagen Schützenfest mangels Masse auf nur noch einen Schützenfesttag gegangen. Hier sollte der Gedanke eines gemeinsamen Schützenfestes in Erwägung gezogen werden, so Böttcher. Sein Fazit: „Die Tradition der Schützenfeste darf nicht sterben, denn sie sind das Salz in der Suppe im Schützenwesen!“