Erstes Jugendfestival ein voller Erfolg

Diakonin Anna Thumser, rechts bedankt sich bei dem Organisationsteam und Kirchenkreisjugendwartin Anne Basedow, ganz links für die geleistete Arbeit. Foto: E. Rodenbostel
 
Die Gruppe Young Gospel Voices aus Wilkenburg unter Leitung von Diakonin Anna Thumser singt das eigens komponierte Festival-Lied. Rechts im Bild das unter der Leitung des Teamers Przemek Peters entstandene Insektenhotel. Foto: E. Rodenbostel

Super Organisation- viele Teilnehmer und strahlende Gesichter

Elze (er). Die Tage, Wochen und Monate der Planung sind vorbei und nun ist auch das Jugend-Festival schon gewesen. Ein voller Erfolg! Eingeladen war die evangelische Jugend aus dem Kirchenkreis Burgwedel–Langenhagen und etwa 180 Jugendliche sind dem Aufruf zum ersten Festival gefolgt.
Das Organisations-Team aus fünf engagierten Jugendlichen Nora und Nathalie Schneider, Ole Mewes, Leonie Jannack und Luis Beimfohr, der extra von der Schule für diese Veranstaltungsorganisation für zwei Tage freigestellt wurde, plante die Veranstaltung seit dem letzten Jahr. Sie wollten etwas Besonderes, noch nie da Gewesenes schaffen und wurden von der Kirchenkreisjugendwartin Anne Basedau euphorisch unterstützt. Zusammen mit der Diakonin Anna Thumser und dem Pastor der Elzer Kirchengemeinde Maik Schwarz, dem Kirchenvorstand um Karsten Kiegeland, Ute Weiß und Bernhard Orlowski, der freiwilligen Feuerwehr und vielen ehrenamtlichen Helfern haben sie dieses wunderbare Fest organisiert.
Bei schönstem Wetter erfolgte am Samstag gegen Mittag die Anreise zur Elzer Pfarrscheune und bald starteten die ersten Workshops rund um das Motto „Freiräume“. Die Idee hieß: „mach es für dich“. Es wurden Grußkarten gestaltet, Tattoos aufgemalt, mit Batik Technik Taschen verschönert und nachgedacht über Vorurteile, Antisemitismus, Alkohol und Jugendschutz. Das Bauen eines großen Insektenhotels, das der Gemeinde zur Erinnerung an das Festival überlassen wurde und natürlich Angebote zum Spielen und Spaß haben ließen den Nachmittag, bei etwa 30 Grad, schnell vergehen. Verschiedene Gruppen wie Celtic Contrast, Sound Factory und Young Gospel Voices nutzten die Bühne und animierten immer wieder zu Tänzen und mitsingen. Ein extra komponierter Song zu diesem Festival wurde beim Gottesdienst dargeboten. Nach dem Feiern am Abend und dem Nachtgottesdienst fielen alle schnell in ihre mitgebrachten Schlafgelegenheiten.
Die Kirchenkreisjugendpastorin Reni Kruckemeyer-Zettel war begeistert von den Jugendlichen und der Organisation. Genauso wie der Superintendent des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen Holger Grünjes sehr berührt war. Er sagte: „Früher haben wir als Jugendliche um Raum gekämpft, jetzt geht es um Freiräume. Die Kirche lebt mit dieser Dynamik, Lebensfreude und Engagement.“ Er zeigte sich bewegt: „Kirche hat ein Gesicht bekommen. Es ist Zeit ihr eine Stimme zu geben und die Gemeinschaft breiter aufzustellen. Um die Zukunft der Kirche ist mir nicht bange“, schloss er die kurzen Grußworte. „Der von den Jugendlichen gehaltene Gottesdienst bedarf keiner weiteren Worte“, meinte Holger Grünjes und hielt sich auch daran.
Sie hatten über Freiräume gesprochen, dem Motto der Landeskirche für dieses Jahr, dem sie sich gern angeschlossen haben. Dazu wurde, zum Teil in jugendlichen Worten, über die Idee in der Bibel zum Sonntag gesprochen und nun gelte es diesen Freiraum zu Füllen oder auch der Leere Raum zu geben. „Um des Menschen Willen Zeit für Freiräume zu haben. Das bedeutet nicht, nicht zu arbeiten“, sagte Luis Beimfohr, der die Jugendpredigt hielt, „sondern achtsam mit sich selbst umgehen. Der Freiraum ist da, wir müssen ihn ergreifen, wenn wir ihn brauchen.“
Ermuntert wurden die Jugendlichen sich an den nächsten Zusammenkünften wie dem Kirchenkreisjugendkonvent oder dem Wintergrillen als Vorbereitung auf die besinnliche Adventszeit zu beteiligen und sich selbst etwas auszudenken. Dazu stellte die sich in den Mutterschutz verabschiedende Anne Basedau kompetente Hilfe mit zwei neuen Mitarbeitern in Aussicht. „Traut euch etwas zu verändern“, rief sie den Jugendlichen zu. „Spielt mit Freiheit in den Strukturen und „Wünsch dir was“, seid kreativ und träumt ohne Grenzen, probiert es einfach.“
Jugendgottesdienst ist ein bisschen anders. Es gab für jeden Teilnehmer ein „Mitgibsel“. Eine kleine Papiertüte gefüllt mit Kleinigkeiten, um sich mit dem Thema „Freiräume“ auch zu Hause zu beschäftigen und sich zu erinnern. Dazu wurde ein Getränk gereicht und das etwas veränderte Abendmahl mit Brot und Trauben von den Organisatoren in den Reihen verteilt. Anders, aber gewirkt hat es trotzdem und das Feiern unter freiem Himmel – nicht nur auf Klappstühlen, sondern auch auf bereitgestellten Bänken –schaffte Offenheit und Freiheit von Zwängen.