Erstes Treckertreffen in Meitze

Bernhard Schüttke (Zweiter von rechts) hatte die Idee zu dem Treckertreff. Hier mit einem kleinen Ausschnitt aus der großen Runde der zur Schau gestellten Meitzer Trecker. Foto: E. Rodenbostel

Das Dorf mit den meisten Schleppern?

Meitze (er). Von den 34 in Meitze vorhandenen und zugelassenen Schleppern stellten sich gut 20 zur Schau. Der Neueste ein Deutz mit 270 Betriebsstunden und 70 PS, der Älteste ein 1953 Hanomag, der über einen Zeitraum von zwei Jahren liebevoll restauriert und lackiert wurde. Die fehlenden Traktoren waren teilweise noch im Ernteeinsatz.
In der Meitzer Sandkuhle stellten sie sich nach PS Stärke sortiert auf. Die stolzen Besitzer fachsimpelten kundig über Verwendungsmöglichkeiten, Baujahre und Hubraumgrößen. Alle Traktoren bekamen eine Plakette, die mit den wichtigsten Daten versehen wurde. Für jedermann sichtbar vorn am Trecker, wurde sie wie ein zweites KFZ-Zeichen angebracht.
Die Idee zu dem imposanten Treffen kam von Bernhard Schüttke. Zusammen mit Freunden und Bekannten überlegten sie gemeinsam, was sich im Laufe der Jahre in Meitze verändert hat. Von den ehemals 17 Vollerwerbslandwirten vor allem mit Milchwirtschaft, etwa im Jahr 1970, ist ein Vollerwerbslandwirt mit Pferdewirtschaft geblieben. Noch 1983 gab es in Meitze 14 Schlepper. Nun hat sich wieder ein Wandel vollzogen und viele Traktoren werden hobbymäßig gehalten und gepflegt. „Ein Trecker ist immer zu gebrauchen“, so Bernhard Schüttke. „Wenn bald nicht mehr gespritzt werden darf, kommen wahrscheinlich die hier ausgestellten Gerätetrecker von 1956 und 1966 wieder zum Einsatz. Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet“, meinte er augenzwinkernd.
Das Treffen war ein Spaß, gut gemeint und mit guter Außenwirkung. Vor allem in einem Dorf dieser Größe mit nicht zu vielen Einwohnern und verträglicher Kommunikation untereinander kann so etwas auf die Beine gestellt werden. Da ist es fast schon selbstverständlich, dass die Frauen der Treckergesellschaft für Kuchen sorgten und vielleicht war es nicht das letzte Treffen dieser Art.