Erstmal keine KiTa-Gebühren

Politik und Verwaltung reagieren auf Schließung wegen Corona

Wedemark. Die Gemeinde Wedemark verzichtet ab 1. April bis auf Weiteres auf KiTa-Gebühren. Damit reagieren Politik und Verwaltung auf die Schließung der Kindertagesstätten im Rahmen der Corona-Pandemie. Die freien Träger werden gebeten, sich am Handeln der Gemeinde zu orientieren. Der Verwaltungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, ab dem 1.April monatsweise auf KiTa- und Hort-Gebühren und die Gebühren für die Kindertagespflege zu verzichten. Dies gilt ab April für jeden angefangenen Monat, bis die KiTas wieder öffnen. Derzeit ist durch die Allgemeinverfügungen der Region Hannover eine Schließung aller KiTas bis einschließlich zum 18. April verfügt. Die KiTa-Gebühren werden immer nachträglich von den Konten eingezogen, so dass Anfang April noch die Gebühren für den März abgebucht werden. „Ich denke, wir haben hier einen klugen und fairen Ausgleich beschlossen und das Ganze mit einer unbürokratischen Lösung“, so Bürgermeister Helge Zychlinski: „Die KiTa-Schließung erfolgte am 16. März. Dadurch, dass die Eltern künftig für jeden angefangenen Monat keine Gebühren für Betreuung und Essen zahlen müssen, gleicht sich der Ausfall der letzten Märzwochen in der Zukunft wieder aus. Wir haben die freien Träger gebeten, ebenfalls so zu verfahren.“ Wichtig sei gewesen, eine unbürokratische Lösung zu finden, die nicht mit aufwendigen Verrechnungen einzelner Tage Verwaltungskraft bindet.
Konkret bedeutet dies, dass die Gebühren für Verpflegung und Betreuung für den Monat März mit der Fälligkeit am 5. April eingezogen werden beziehungsweise von Selbstzahlern zu überweisen sind. Für den Monat April werden im Mai dann keine Gebühren eingezogen. Eltern, die die Gebühr überweisen oder Daueraufträge eingerichtet haben, müssen darauf achten, die Zahlung zum 5. Mai auszusetzen. Sollte die Schließung länger andauern, werden die Gebührenbefreiungen monatsweise verlängert werden. Eltern, die eine Notbetreuung in Anspruch nehmen müssen, weil Sie in kritischer Infrastruktur tätig sind, werden für die Dauer der Krise ebenfalls von den Gebühren befreit. „Wir setzen damit ein kleines Zeichen der Unterstützung und Solidarität mit den Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege, den Polizistinnen und Polizisten, den Rettungskräften und allen anderen, die unermüdlich Ihren Dienst versehen und gleichzeitig ihre Kinder gut betreut wissen“, so Bürgermeister Zychlinski. Die Gesellschaft müsse dankbar sein für jede und jeden, die an der Bewältigung der Pandemie arbeiten.