Es weihnachtet in der Wedemark

Auch bei Dauerregen immer einen Besuch wert, der Brelinger Weihnachtsmarkt rund um die Kirche. Die Besucher schützten sich mit Schirmen, die Stände waren in Pavillons und Buden versteckt.

Weihnachtsmärkte in Brelingen und Elze machen Lust auf mehr

Elze/Brelingen (awi). Weihnachtliche Gefühle machte das Wetter am Wochenende ja nicht gerade, aber am Sonnabend war es wenigstens trocken. Und so waren Organisatoren und Besucher des Elzer Weihnachtsmarktes an der Kirche auch sehr zufrieden. Die Kaffeestube im Gemeindehaus verzeichnete bereits ab 14 Uhr guten Zulauf. Der Markt füllte sich ab 15 Uhr schnell. Offensichtlich hatten viele Besucher aufs Mittagessen zuhause verzichtet, denn Pilzpfanne, Bratwürstchen, Waffeln und andere Leckereien standen sofort hoch im Kurs. Doch auch an den Ständen verzeichneten die Aussteller guten Umsatz. Nancy Scharlemann begeisterte mit ihren Holzarbeiten vom winzigen Engel, der das Teelicht verzierte, bis zum kunstvollen Lichterbogen. In der Pfarrscheune waren außer den Adventsgestecken, die am ersten Adventswochenende immer noch gut gefragt sind, Schmuck und Keramik ausgestellt. Die Kinder konnten in der Keramikwerkstatt sogar selbst kreativ werden und nutzten diese Chance mit hochroten Wangen. Da mag so manches Weihnachtsgeschenk für die Lieben entstanden sein. Bereits im Vorfeld fleißig war Eileen. Sie pries im Gemeindehaus ihre Eiersäckchen an, um ihre Weihnachtskasse aufzubessern, und weil alle verwundert nachfragten, hatte sie praktischerweise ein paar Eier zur Demonstration dabei: Vorbei ist nämlich die Zeit der Eiermützen, die die gekochten Eier warmhalten, bis man sich endlich am Frühstückstisch niederlässt. Der moderne Wedemärker lässt sein Ei in ein Eiersäckchen plumpsen, das sich hingebungsvoll darum schmiegt und es so warmhält. So gab es die unterschiedlichsten Anregungen für individuelle Geschenke auf dem Elzer Weihnachtsmarkt und immer wieder konnte man in Gesprächen der Besucher und Veranstalter ablauschen, dass man noch immer begeistert ist, dass man den Schritt zum gemeinsamen Markt gewagt hat.
In Brelingen spielte das Wetter dann am Sonntag leider nicht mehr mit. Aber dort sind Veranstalter und Besucher aus den Vorjahren schon leiderprobt. Und der Brelinger Weihnachtsmarkt rund um die Kirche ist so attraktiv, dass ihm auch Regen nichts anhaben kann. Die Wurst von Fleischer-meister Backhaus, das Fischbrötchen am Weinstand Müsken und der Glühwein schmecken sowieso, im Backhaus ist es kuschelig warm, auch im Gemeindehaus kann man sich aufwärmen und beim Gang an den Ständen entlang, gibt es soviel zu entdecken, dass man den Regen schnell vergessen hat. Zum Schluss noch eines der köstlichen Kartoffelpuffer, die Ellen Bruns und ihr Team so hervorragend backen, und der Nachmittag ist trotz des Regens gerettet.