„Europagedanke beginnt in der Schulzeit“

DIe Wedemärker SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks erklärt den Schülern das europäische Prinzip anhand von einigen Beispielen. Foto: V. Lubbe

SPD-Bundestagsabgeordnete Marks steht Europaklasse der IGS Frage und Antwort

Mellendorf (vl). Griechenland wählt ein neues Parlament, es gibt Debatten über die Atomkraft und Frankreich bekommt einen neuen Präsidenten. Caren Marks besuchte zum Europatag die Europaklasse der IGS am Campus W, um grundsätzliche Fragen zur Tätigkeit einer Bundestagsabgeordneten zu klären und um über aktuelle Ereignisse aufzuklären. Die Europaklasse ist ein Zweig, der an der IGS vom Beginn an gewählt werden kann. „Jedes Jahr gibt es eine neue Europaklasse“, erzählt stellvertretender Schulleiter Hergen Ohm.
Speziell zum Europatag besucht Marks unter anderem die Wedemark wie auch Garbsen und weitere Standorte in ihrem Wahlkreis. „Europa ist nicht nur negativ, wie es in den Medien dargestellt wird, sondern hat einen sozialen Grundgedanken. Europa ist ein Gefühl des Zusammenlebens für Menschen“ , erklärt Marks. Oft werde der Aspekt vergessen und die wirtschaftlichen Kriterien der Union in den Vordergrund gestellt. Deshalb sei es wert um die Idee Europa zu streiten. „Früher musste man noch mit Reisepässen und Grenzkontrollen in Nachbarländer wie Dänemark oder Frankreich. Was für euch normal ist und zum Alltag gehört, ist das Ergebnis eines langen Weges“ , führt Marks den Schülern vor Augen. Auch die europäische Währung wurde von den Schülern hinterfragt. Es könnte ein schwerer Weg für Europa werden, wenn die Griechen beispielsweise wieder die Drachmen annehmen würden. Die Situation würde sich verschlimmern, so Marks. „Die Griechen machen zur Zeit mehr Importe als Exporte und Drachmen würden den Handel erschweren“, erklärte Marks den Schülern. Insbesondere machte Marks auf die Europa Entstehung aufmerksam, die vor allem durch die deutsch-französische Freundschaft Gestalt annahm. „Europa kann nur durch das Übernehmen von Verantwortung und dem Füreinander und Miteinander der Länder bestehen“, betonte Marks.
Doch nicht nur zu Europa musste Marks Stellung nehmen, sondern auch zur politischen Lage in Deutschland selbst. Dabei mahnte sie, dass man die Piraten als Partei ernst nehmen solle. Sie seien ein Phänomen und würden weiterhin viele Diskussionen entfachen.
„Die Vielfalt im Kleinen in der Klasse ist wie in Europa im Großen. Als Europaklasse könnt ihr den Europagedanken weitertragen und das macht mir Mut“, lobte Marks die Schüler.