FDP-Kandidat Kier kämpft für 4 Prozent

Gerhard Kier möchte mit seiner Kandidatur für das Amt des Regionspräsidenten für die FDP Präsenz zeigen. Er ist zudem der Nachfolger der Wedemärker Parteivorsitzenden Andrea Giese in ihrer Funktion als Regionsvorsitzende und will die kommunale Präsenz der FDP stärken. Foto: A. Wiese

Er möchte Regionspräsident werden, vor allem aber die FDP stärken

Wedemark (awi). Nach vier Jahren im Ruhestand mit 66 Jahren noch einmal als Regionspräsident durchstarten? Der FDP-Kandidat für dieses Amt, der seinen Hut am 25. Mai in den Ring wirft, weiß, dass seine Chancen, auch nur in die Stichwahl zu kommen, äußerst gering sind. Nichtsdestotrotz ist er hochmotiviert, als ihn die Wedemärker Parteivorsitzende der Freien Demokraten, seine Vorgängerin im Amt der Regionsvorsitzenden, Andrea Giese, am Donnerstag als den liberalen Regionspräsidentenkandidaten der Presse präsentiert. Kier will vor allem eins: die FDP wieder nach vorne bringen. Und dafür muss sie zunächst einmal stattfinden. „Die Trauerbewältigung nach der herben Niederlage bei der Bundestagswahl ist bei uns noch nicht geschafft“, gibt er offen zu. Die FDP müsse wieder Boden unter die Füße bekommen. Als vor wenigen Wochen der eigentliche FDP-Kandidat Bernhard Behrens wegen gesundheitlicher Probleme seine Kandidatur zurückziehen musste, sprang Kier ohne zu zögern ein – mit hundertprozentiger Rückendeckung von Partei und Vorstand. Als ehemaliger Referent des Fachbereichsleiters Planen und Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Hannover und Koordinator des Projekts „Kriminalprävention im Städtebau hat der gelernte Vermessungstechniker und diplomierte Absolvent der Geodäsie durchaus die fachliche Qualifikation, um die Regionsverwaltung zu führen. Als FDP-Mitglied seit mehr als drei Jahrzehnten mit Erfahrungen in diversen politischen Funktionen und Mitglied der Regionsverwaltung kann er deutlichen „Stallgeruch und politische Kompetenz vorweisen und auch sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement, nicht zuletzt als Richter am Sozialgerichts und Vorsitzender des EXPOSEEUMS spricht für seine Person. Mit seiner Kandidatur tritt Gerhard Kier für die Sanierung des Regionshaushaltes und einen Stopp der weiteren Verschuldung ein, wirbt für konsequenten Schuldenabbau, besonders in Zeiten mit hohen Steuereinnahmen. Wenn die Regionsverwaltung auch modern aufgestellt sei, müssten die Verwaltungsabläufe doch regelmäßig überprüft und optimiert werden. Vor allem aber möchte Kier eine andere Kommunikation pflegen als der amtierende Regionspräsident Hauke Jagau und in den Dialog mit den Fraktionsvorsitzenden aller Parteien einsteigen. „Jagau spricht aussschließlich mit SPD und Grünen. Das ist nicht gut für die Region“, erklärte der FDP-Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten am Donnerstag vor der Presse. Kein Hehl macht er daher daraus, dass es von Seiten der FDP in der Region bereits drei Tage nach dem Wahlsonntag vor der zu erwartenden Stichwahl eine deutliche Wahlempfehlung geben wird. Seine persönliche für den Fall einer Stichwahl zwischen den Kandidaten von SPD und CDU, gibt Kier schon jetzt: „Wenn es so kommt, stehe ich für Axel Brockmann.“ Doch zunächst möchte er selbst so viele Stimmen wie möglich bekommen. Vier Prozent für die FDP bei der Wahl des Regionspräsidenten, das wäre das richtige Signal für die Freien Demokraten, ist Kier überzeugt.