FDP will sich für Schwanenwik einsetzen

Die FDP besuchte in der vergangenen Woche die Einrichtung für psychisch Genesende in Mellendorf. Erik van der Vorm (2. v. l.) und Andrea Giese (r.) unterhielten sich mit den Teilnehmern der Kunsttherapie. Foto: A. Wiese

Kommunalpolitiker informierten sich über die Einrichtung für psychisch Genesende

Mellendorf (awi). Günther und Kai Niermann, die Betreiber der Einrichtungen für psychisch Genesende im Schwanenwik in Mellendorf, in der Mohmühle in Gailhof und dem betreuten Wohnen im Ginsterhof benötigen dringend Unterstützung, damit ihren Patienten, die wieder in die Selbstständigkeit zurückgeführt werden sollen, Wohnraum zur Anmietung zur Verfügung gestellt wird. Die FDP, die in der vergangenen Woche mit Erik van der Vorm, Andrea Giese und Bernhard Orlowski die Einrichtung in Mellendorf besuchte, nahm dieses Anliegen mit und Andrea Giese, die im Aufsichtsrat der Kreissiedlungsgesellschaft sitzt, versprach, sich bei dieser für die Vermietung von Wohnungen an die Patienten von Schwanenwik einzusetzen. Mohmühle, Schwanenwik und Außenwohngruppen bieten Wohn-, Arbeits- und Therapiemöglichkeiten für psychisch genesende Menschen. Ziel ist jedoch die Bewohner, die zum Teil mehrere Jahre dort verbringen und die Einrichtung manchmal sogar als ihr Zuhause betrachten, wieder zu verselbstständigen und in die Gesellschaft zu integrieren. Van der Vorm, Giese und Orlowski erfuhren, dass in Mellendorf 42, in der Mohmühle 62 und am Ginsterweg neun Plätze zur Verfügung stehen. Die Bewohner sind zwischen 19 und 70 Jahre alt und können maximal bleiben, bis Pflegebedürftigkeit eintritt. „Unsere Bewohner erhalten hier eine Tagesstruktur, Beschäftigung von einer halben Stunde bis sechs Stunden am Tag und werden in allen praktischen Bereichen wie Waschküche, Küche und Hauswirtschaft mit eingesetzt“, erklärte Hausleiterin Michaela Albrecht den Politikern. Die Einrichtungen arbeiten mit einem psychologischen Therapieprogramm, in der Mohmühle auch mit einer Reittherapie mit eigener Therapeutin. Ziel aller Maßnahmen sei es, dass die psychisch Genesenden irgendwann unterstützt auf eigenen Beinen stehen könnten. Daher werde diese Maßnahme zur Wiedereingliederung nach dem Sozialgesetzbuch auch von den Sozialämtern finanziert. Die Betreiber Günther und Kai Niermann beschäftigen aktuell 75 Mitarbeiter, darunter allerdings auch viele Teilzeit- und 400-Euro-Kräfte. „Wir haben bei unseren Mitarbeitern so gut wie keine Fluktuationsrate“, betonte Günther Niermann. Alle arbeiteten schon seit vielen Jahren für die Betreiber, die in dieser Konstellation seit 15 Jahren die Einrichtung führen. Mit Interesse besuchten die FDP-Politiker die Kunsttherapie und ließen sich zeigen, was dort unter Anleitung entsteht. Hausleiterin Albrecht verwies auf den mittlerweile auf große Akzeptanz in der Bevölkerung stoßenden Weihnachtsmarkt in der Mohmühle mit 600 bis 700 Besuchern, wo vieles von dem zum Verkauf angeboten wird, das die Bewohner in ihren Therapiestunden schaffen. „Für unsere Bewohner ist es wichtig, dass das, was sie schaffen, Anerkennung findet“, betonte Albrecht.