Feierliche Verabschiedung im Campus W

Die 102 Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasiums Mellendorf haben sich zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Foto: B. Stache
 
Mit Musik und unter großem Beifall ziehen die Abiturientinnen und Abiturienten in das Forum Campus W ein. Foto: B. Stache

102 Wedemärker Gymnasiasten haben ihr Abi in der Tasche

Mellendorf (st). Mit feierlicher Musik zogen am Samstagvormittag 102 Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasiums Mellendorf in das Forum des Campus W ein. Drei Stunden später ging es für alle hinaus, mit dem Abiturzeugnis und einer weißen Rose in den Händen und einem strahlenden Lächeln – 26 von ihnen mit einer Eins vor dem Komma. Zu Beginn der feierlichen Verabschiedung begrüßte Schulleiterin Swantje Klapper Repräsentanten aus der Verwaltung, ihre beiden Vorgänger und Oberstudiendirektoren Horst Rommel sowie Dr. Hans-Joachim Fichtner und die Leiterin der Realschule Mellendorf, Karen Rotter. Darüber hinaus Vertreter des Schulelternrates, des Schulvorstands, vom Verein Freunde und Förderer Gymnasium Mellendorf, der Frühstücksmütter und der Schülervertretung. Klapper dankte zunächst den Eltern der Abiturienten: „Ohne Ihre Unterstützung hätten Ihre Kinder das Abitur nicht so bestanden, wie sie es bestanden haben.“ Sie dankte auch den Lehrern der Abiturienten ganz herzlich und lobte ihre Kolleginnen und Kollegen: „Sie haben ihre Abiturvorbereitungen exzellent geplant und unsere Schülerinnen und Schüler sehr gut auf die Prüfung vorbereitet.“ Besonderen Dank richtete sie auch an Jahrgangsleiter Walter Schwarz, die drei Schulsekretärinnen Sabine Gursinsky, Silke Hemme-Depke und Andrea Nießen sowie die Schulassistentin Birgit Riekenberg. Mit den Worten „Das ist heute für Sie ein wirklicher Meilenstein“ wandte sich Bürgermeister Helge Zychlinski an die erfolgreichen 102 Abiturienten. „Wer das unter den Bedingungen des G8 (achtjähriges Gymnasium) geschafft hat, hat sich die Gratulation wirklich verdient.“ Zychlinski schloss mit der Aufforderung: „Ihnen wünsche ich, dass Sie die Pläne, die Sie für sich machen, zielstrebig verfolgen. Lassen Sie sich von Ihren Eltern, Ihren ehemaligen Lehrern, Freunden oder Großeltern beraten, aber – und dass ist mein ganz persönlicher Wunsch an Sie – treffen Sie Ihre Entscheidung am Ende danach, was für Sie wichtig ist, welchen Weg Sie tatsächlich einschlagen wollen.“ Als Vorsitzender des Fördervereins erinnerte Ingemar Becker daran, dass der Verein die Schüler auf ihrem Weg zum Abitur begleitet hat, ideell und auch materiell. „Hier mal einen Austausch, da mal eine Klassenfahrt unterstützt oder einen Laptop-Wagen angeschafft“, zählte Becker auf. Die „Elternabiturrede“ hielt Hanna Bollwahn. Sie gab den Abiturienten ein Zitat von Gotthold Ephraim Lessing mit auf den Weg: „Der aus Büchern erworbene Reichtum fremder Erfahrung heißt Gelehrsamkeit. Eigene Erfahrung ist Weisheit.“ Die drei Abiturienten Friederike Griese, Christopher Bönning und Niko Nießen sprachen für ihre Mitschüler. Trotz Höhen und Tiefen könnten sie von einer guten Schulzeit sprechen, gestand Abiturient Bönning. Das Abi-Motto „Zeig lieber kein Motto, als dein Motto“, für das sich die Schulabsolventen nach langer kritischer Diskussion zum aktuellen Thema „NSA“ entschieden hatten, stellte Nießen in den Mittelpunkt seiner Rede. Griese dankte allen, die die Abiturienten auf dem schulischen Weg begleitet haben. Für Schulleiterin Klapper und Jahrgangsleiter Schwarz gab es Präsente, die drei Redner erhielten „Standing Ovations“. Als Vertreter des Lehrerkollegiums sprach Jürgen Kowahl zu den Abiturienten. Viel interessanter als die baulichen Veränderungen am Gymnasium während ihrer Schulzeit sei ihre Persönlichkeitsentwicklung, machte der Pädagoge deutlich. „Ihr seid zu starken Persönlichkeiten herangereift“, erklärte er und sprach über Lernen, Denken, Bewerten, Problemlösen. „Sie sind gut gerüstet. Sie sind junge Erwachsene, auf die man sich verlassen kann“, rief Swantje Klapper den Abiturientinnen und Abiturienten zu, bevor sie ihnen die langersehnten Reifezeugnisse aushändigte. Einige Schulabgänger erhielten zusätzlich Ehrenpreise für besondere Leistungen in einzelnen Fächern, beispielsweise Chemie oder Religion. Für einen hochkarätigen musikalischen Rahmen sorgten während der Verabschiedung das Schulorchester unter Leitung von Axel Matzantke sowie Christoph Badde mit dem Jugendchor.