Fettexplosion im Mehrfamilienhaus

Diese Aufnahme unmittelbar nach der Explosion noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr machte Passant Egon Karp aus Lehrte: Flammen schlagen aus dem Küchenfenster des Mehrfamilienhauses an der Berliner Straße. Foto: Egon Karp

Feuerwehr kann Übergreifen des Küchenbrandes auf die ganze Wohnung verhindern

Mellendorf (awi). Eine Küche in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Berliner Straße in Mellendorf ist am frühen Montagnachmittag in Brand geraten. Die 37-jährige Wohnungseigentümerin und ihre Tochter kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in eine Klinik. Nach bisherigen Erkenntnissen der Poizei hatte sich die 37-Jährige mit ihrer 17 Jahre alten Tochter im Wohnzimmer ihrer Eigentumswohnung im zweiten Obergeschoss aufgehalten, als sie gegen 14 Uhr Rauchentwicklung aus der Küche bemerkte und beim Öffnen der Tür erkannte, dass der Raum in Flammen stand. Gemeinsam mit ihren drei Kindern verließ die Frau das Haus, die 17-Jährige verständigte die Feuerwehr. Die Mutter und ihre Tochter kamen vorsorglich zur ambulanten medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus, wurden aber kurz darauf wieder entlassen. Die Küche ist komplett ausgebrannt. Darüber hinaus sind die darunter liegenden Wohnungen durch Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Die Brandursache ist noch ungeklärt, die Ermittlungen dauern an. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 50 000 Euro.
Die Feuerwehr Mellendorf hatte zunächst die Alarmierung zu einem Fettbrand in der Berliner Straße erhalten. Schon kurze Zeit später wurde durch den zuerst eintreffenden Rettungsdienst und der Polizei massive Flammen und Rauch aus mehreren Fenstern der Wohnung gemeldet. Umgehend sei daraufhin durch die Regionsleitstelle die Alarmstufe auf Wohnungsbrand erhöht und somit zusätzlich die Feuerwehren aus Brelingen, Gailhof und Hellendorf nachalarmiert worden, berichtete Feuerwehrpressesprecher Carsten Bohlmann. Eine erste Erkundung der Einsatzstelle ergab, das sich vermutlich noch zwei Personen im Gebäude aufhielten. Daraufhin wurden sofort zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung mit einem C-Rohr in die betroffene Wohnung geschickt. Parallel dazu sei von außen durch ein weiteres C-Rohr das Übergreifen der Flammen auf den Dachbereich verhindert worden. Aus der Wohnung kam schon nach kurzer Zeit die Rückmeldung: keine Personen in der Wohnung, Feuer aus. Die betroffene Wohnung wurde mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Während der gesamten Einsatzmaßnahmen wurde das Treppenhaus von einem weiteren Atemschutztrupp durch eine gezielte Überdruckbelüftung rauchfrei gehalten und anschließend die betroffene Wohnung belüftet. Eingesetzt waren insgesamt 40 Feuerwehrkameraden, zwölf davon unter Atemschutz.