Feuerwehr Brelingen ist 364 Tage einsatzbereit

Brandabschnittsleiter Horst Holderith (von links), der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Boss, der Feuerschutzausschussvorsitzende Wolfgang Kasten, der stellvertretende Ortsbrandmeister Domenic Schweder und Ortsbrandmeister Torsten Helfers (rechts) mit Geehrten und Beförderten. Foto: A. Wiese
 
Der Sprecher der Alterskameraden, Schorse Runge (links), übergab die 200 Euro für die Jugendwehr an den stellvertretenden Jugendwart Dennis Brandt. Foto: A. Wiese

Ortsbrandmeister Torsten Helfers fasst Jahresbericht auch diesmal wieder etwas anders ab

Brelingen (awi). 21 Einsätze verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr Brelingen 2019 in ihrer Statistik, davon acht im eigenen Ort. Das ist wenig und veranlasste Ortsbrandmeister Torsten Helfers zu der Erkenntnis: „In Brelingen ist man sicher aufgehoben!“ Die Einsatzpalette reichte bei vier Bränden, sechs Hilfeleistungen, drei Objektalarmen, zwei Ortsbrandmeister-Alarmen, weil beispielsweise eine hilflose Person hinter einer Tür gemeldet wurde, und sechs Einsätzen für das Betriebspersonal des Einsatzleitwagens vom brennenden Taubenstall in Wennebostel, einem Mähdrescherbrand bei Meitze und einem Küchenbrand in Negenborn über eine Ölspur auf der K 103 und unter Wasser stehende Keller bis zur Unterstützung beim Lagerhallen-Großbrand im Bissendorfer Gewerbegebiet im Dezember.
Von 68 Diensten für die 50 aktiven Feuerwehrkameraden in Brelingen waren 49 Ausbildunseinheiten – durchaus beachtlich für einie Feuerwehr mit Grundausstattung. Zumal einige Brelinger Kameraden auch überörtlich tätig sind: als Ausbilder auf Gemeindeebene, Schulklassenbetreuer, in der Gemeindejugendfeuerwehrführung, Sicherheitsbeauftragter, Einsatzleitwagen-Besatzung oder Brandmeister vom Dienst wie der frühere Ortsbrandmeister Michael Helfers. Torsten Helfers Resümee daher bei der Auflistung der Dienststunden: „8.736 Stunden ist die Anzahl der Stunden, die wir für die Bevölkerung 2019 zur Verfügung standen, denn 364 Tage mal 24 Stunden ergibt 8.736. Sie können sich auf ihre Feuerwehr Brelingen verlassen!“ Lediglich am Tag ihrer Jahreshauptversammlung ist die Brelinger Feuerwehr abgemeldet.
Stolz ist die Feuerwehr Brelingen darauf, dass 20 Prozent ihrer 50 Aktiven weiblich ist, sie 13 sehr rührige Alterskameraden in ihren Reihen hat, der Nachwuchs bei 14 Jugenfeuerwehrmitgliedern gut gesichert ist, sogar drei Kinder U10 zur Jugendfeuerwehr gehören und 346 fördernde Mitglieder mit ihren Beiträgen dafür sorgen, dass sich die Feuerwehr Brelingen auch mal ein „Extra“ erlauben kann. Ein solches Extra sind beispielsweise Lampen für die neuen Feuerwehrhelme. Weil sie angesichts moderner Beleuchtungssysteme nicht zwingend notwendig sind, habe die Gemeindefeuerwehrführung entschieden, diese bei der Bestellung der neuen Helme nicht mitzuordern und jeder Ortswehr die Beschaffung auf eigene Kosten freizustellen, erläuterte später bei en Grußworten der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Boss. Ortsbrandmeister Torsten Helfers sandte ein ausdrückliches Dankeschön an die fördernden Mitglieder, seine aktiven Kameraden und ihre Familien, die ihnen den Rücken freihielten und sie für die Dienste, Lehrgänge und Einsätze „losließen“. Helfers berichtete von der neuen Technik wie dem Digitalfunk, auf den jetzt alle Funkgeräte umgestellt seien, von den neuen CO-Warnern, den Systemtrennern, um das Trinkwasser zu schützen, der Tagesalarmgruppe im Rathaus, der auch Brelinger Kameraden angehörten und betonte, wie froh er sei, dass Gewalt gegen Einsatzkräfte, wie sie überregional immer wieder in den Medien auftauchten, in der Wedemark bisher kein Thema seien. Vielmehr gebe es wie nach dem Gemeindehausbrand in Mellendorf Dankesanzeigen für die Feuerwehr im ECHO und eine Familie sei mit dem Hinweis auf ihre Bewunderung für die Feuerwehr für deren Einsatzbereitschaft in solchen Schadenslagen in die Feuerwehr eingetreten. Helfers Stellvertreter Domenic Schweder, der nach Absolvieren der notwendigen Lehrgänge mittlerweile vom Rat vereidigt und offiziell ernannt wurde, berichtete vom dritten Platz der Wettkampfgruppe auf Gemeindeebene und rund 400 Trainingsstunden und dankte den Aktiven für die zahlreiche Bereitschaft, sich auf Lehrgängen weiterzubilden. Der stellvertretende Jugendwart Dennis Brandt hielt in Abwesenheit von Jugendwartin Melanie Helfers den Bericht über die Jugendwehr: Sie hat mittlerweile 17 Mitglieder und ist sehr aktiv, sowohl bei Wettkämpfen als auch beim Kekse backen für den Weihnachtsmarkt, wo es der Feuerwehrnachwuchs immerhin auf 897 Tüten brachte, die alle am frühen Nachmittag verkauft waren. Für die Alterskameraden lieferte Schorse Runge zum ersten Mal seinen Bericht ab, erzählte von Aktivitäten der 13 Mitglieder, Abordnungen bei Beerdigungen und anspruchsvollen Fahrradtouren. Für die Jugendfeuerwehr übergab er im Namen der Alterskameraden eine Spende in Höhe von 200 Euro. Befördert wurden Cord-Peter von der Wroge zum Feuerwehrmann, Maren Bohlmann, Janina Helfers und Claus Schröder zum Oberfeuerwehrmann, Marcel Beinkämpen, Dennis Brandt und Moritz Kählig zum Hausptfeuerwehrmann sowie Torben Lüders zum ersten Hauptfeuerwehrmann. Für fördernde Mitgliedschaft geehrt wurden Albert Radke (25 Jahre), Eberhard Dalitz, Gerhard Gloger, Hans Knabe, Hans Jürgen Ritter und Cord-Heinrich Fortmüller (40 Jahre). In Grußworten ihren Dank an die Brelinger Feuerwehr zum Ausdruck brachten die stellvertretende Bürgermeisterin Daniela Mühleis, Ortsbürgermeister Patrick Cordes, Abschnittsleiter Horst Holderith, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Boss und der Feuerschutzausschussvorsitzende Wolfgang Kasten, der zum letzten Mal in dieser Funktion sprach und aus persönlichen Gründen seinen Rückzug aus der Politik bekanntgab. Er wies jedoch noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass er und seine Partei sich bei den Haushaltsberatungen für die Vorschläge der Gemeindefeuerwehrführung stark gemacht, zusätzlich 70.000 Euro für einen Anhänger mit Stromaggregat angeregt hätten und bei den Zielen Wert auf eine vorrangige Suche nach einem geeigeneten Grundstück für ein neues Feuerwehrhaus in Mellendorf, die Einbeziehung der Feuerwehrführung in die Planung der neuen Gerätehäuser un die Planung und den Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Wennebostel legten.