Feuerwehr setzt auf Marketingkonzept

Freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit: (von rechts) Feuerschutzausschussvorsitzender Jürgen Benk (mit dem neuen Logo), Gemeindebrandmeister Dr. Maik Plischke und Karsten Molesch von der Werbeagentur Init. Foto: A. Wiese

Werbeagentur aus Bad Oeynhausen hat das Logo „Danke Florian“ entwickelt

Wedemark (awi). Seit einem Jahr setzt sich die Feuerwehr Wedemark intensiv damit auseinander, wie sie ihr Erscheinungsbild nach innen und außen verdeutlichen kann. Eine Arbeitsgruppe aus Politikern und Feuerwehr wurde gebildet und schließlich mehrere Werbeagenturen um Vorschläge für Konzepte gebeten. Das Rennen machte schließlich die Agentur
init aus Bad Oeynhausen, Mitarbeiter Karsten Molesch wohnt allerdings in Meitze und weiß daher in der Wedemark Bescheid. Am Donnerstagabend präsentierten Molesch und sein Kollege Frank Niedertubbesing von init im Feuerschutzausschuss den Vertretern aus Politik und Feuerwehr die geplante Kampagne und das speziell dafür entworfene Logo. Molesch betonte jedoch ausdrücklich, dass es auch künftig entscheidend auf die Mitarbeit der Feuerwehr und den Input aus den einzelnen Ortswehren ankomme. Ziel der Kampagne sei es, den Kenntnisstand über Leistung und Notwendigkeit der Feuerwehr in der Bevölkerung zu erhöhen und in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken. Es soll eine differenzierte Medienberichterstattung erzielt werden, bei der die Aktivitäten der Feuerwehr vorgestellt, Klischees entkräftet und der Rückhalt in der Bevölkerung gestärkt werde. Die Kampagne soll Botschaften transportieren: Mit wieviel Herzblut die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmänner und -frauen bei der Sache sind, wie wichtig die Rolle ist, die sie im dörflichen Leben spielen, dass dringend weitere Mitglieder gebraucht werden und dass die Feuerwehr täglich schützt, rettet und verbindet. Die Leitidee des Konzeptes sei es, die Freiwillige Feuerwehr ins Zentrum der Kampagne zu stellen, betonte Molesch. Dafür sollen konkrete Berührungspunkte mit den Bürgern aufgezeigt und Erfolge des Wirkens der Feuerwehr vermittelt werden: Die Feuerwehr Wedemark ist positiv, lebensnah, schnell und spontan. Dafür hat die Agentur ein Logo entwickelt, das sich auf den Schutzheiligen der Feuerwehr, den Heiligen Florian bezieht. Auf Flyern, Plakaten, mit Give Aways und Roll Ups und in Berichten im ECHO wird „Danke Florian“ künftig darauf hinweisen: Hier geht es um die Feuerwehr Wedemark. Wer hinter der Feuerwehr Wedemark steht, dass das nämlich die Nachbarn von nebenan sind, die den Verunglückten aus dem Auto schneiden, das Kind über die Drehleiter aus dem Fenster des brennenden Hauses retten oder das Pferd der Reiterin aus dem Moor ziehen. Die Feuerwehr Wedemark soll in der Öffentlichkeit Namen und Gesichter bekommen, wie das im Detail umgesetzt wird, ob mit Großplakaten, Flyern und Veranstaltungsaktivitäten steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend fest. Möglich sei es neben realen Personen aus der Wedemark auch bekannte Örtlichkeiten in die Kampagne mit einzubinden, erklärte Molesch. Auf jeden Fall sollen möglichst viele Altersgruppen abgedeckt werden. Aktionen wie Tage der offenen Tür, Erlebnistage und eine eigene Website zum Austausch von Neuigkeiten sollen die Kampagne abrunden. Die Feuerwehr plane, drei bis vier Wedemärker explizit für die Kampagne rauszugreifen, erklärte Gemeindebrandmeister Dr. Maik Plischke. Wichtig sei, so sein Stellvertreter Jens Kahlmeyer, dass „Danke Florian“ stellvertretend für „Danke Herr Nachbar“ wahrgenommen werde. Feuerwehr, das sei organisierte Nachbarschaftshilfe.
Im Feuerschutzausschuss trug die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf vor, dass in Kürze mit dem Umbau des für die Feuerwehr Mellendorf angekauften Burgwedeler Rüstwagens begonnen werde. Dieser stehe zurzeit noch in einer Lagerhalle, werde aber in wenigen Tagen nach Hameln zu der Firma überführt, die das Vergabeverfahren für den Umbau nach den Wünschen der Mellendorfer Wehr gewonnen habe, alles selbstverständlich in enger Abstimmung mit der Feuerwehr und der Hoffnung, dass das Fahrzeug bald in Betrieb genommen werden könne.