Feuerwehrgerätehäuser besichtigt

Ortsbrandmeister Hartmut Jagau (von links) erläutert die Gegebenheiten in Abbensen. Interessierte Zuhörer sind CDU Ortsvorsitzender Rudi Ringe, Gemeindebrandmeister Maik Plischke, die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier und Gerhard Menke, stelltertretender Gemeindeverbandsvorsitzender der CDU. Foto: E. Rodenbostel

CDU informiert sich über Gesetze, Tagesverfügbarkeit und Kleiderkammer

Abbensen (er). Eine Informationsfahrt durch die Ortschaften bei gut 30 Grad Celsius war schon etwas Besonderes. Ziel der dritten Etappe der CDU Sommertour waren die Feuerwehrgerätehäuser. Die erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier, Gemeindebrandmeister Maik Plischke, die jeweiligen Ortsbrandmeister und einige Mitglieder der Fraktion waren gekommen um über die Besonderheiten an den jeweiligen Standorten zu informieren und informiert zu werden. In Abbensen und Bennemühlen konnten Feuerwehren mit Grundausstattung besichtigt werden. Sie haben ein Lösch- und ein Mannschaftstransportfahrzeug. Maik Plischke erläuterte die neuen Anforderungen an an- und abrückende Fahrzeuge, Dieselabsauganlagen und schwarz-weiß-Trennung von Dienstuniformen. Dazu ist genügend Platz in einem gesonderten Raum für das Umziehen zu schaffen, mit der Möglichkeit die Alltagskleidung gut zu platzieren.
Die Feuerwehhäuser werden, so kam deutlich zum Ausdruck, meist in Eigenleistung errichtet. Dafür bedankte sich Susanne Schönemeier ausdrücklich. „In Abbensen wurde das Haus 1981 gebaut, das Fahrzeug haben wir seit 2008“, berichtete Hartmut Ja-gau. Er zeigte dann auch die Räumlichkeiten, die nun bei allen Wehren mit einem Beamer, Laptop und Leinwand ausgestattet werden sollen, damit das neue Unterrichtsmaterial genutzt werden kann.
Der stellvertretende CDU Gemeindeverbandsvorsitzende Gerhard Menke erkundigte sich nach Tagesverfügbarkeit und vorhandenem Material der Abbensener Feuerwehr. „Durch das neue Baugebiet erhoffen wir uns neue Mitglieder bei unserer freiwiligen Feuerwehr. Die angrenzenden Wald- und Heidegebiete machen eine gut funktionierende Wehr nötig“, so Hartmut Jagau.
In Bennemühlen konnte das bestmögliche Platzangebot zum Parken der Feuerwehrkameraden festgestellt werden, allerdings ist die Ein- oder Ausfahrtsituation nicht optimal. Auch Bennemühlen hat eine einsatzfähige Wehr, sie kann mit sechs Personen im Bedarfsfall ausrücken. „Angestrebt werden 21 aktive Kameraden für eine Feuerwehr, die sind im Moment nicht ganz erreicht. Die Neubaugebiete in Bennemühlen lassen auf neue Mitglieder hoffen“, erklärte Michael Kaluza für die Feuerwehr Bennemühlen bei einem Rundgang durch das Feuerwehrgerätehaus, in dem sich auch die Kleiderkammer der Feuerwehr befindet. Maik Plischke: „Wir haben nur einen geringen Bestand, vor allem zur Versorgung der Jugendlichen, die schnell mal die nächste Größe benötigen. Sonst ist eine Bevorratung mit Uniformen für die 550 Feuerwehrleute heute nicht mehr nötig.“
Abschließend wurde die imposante Fahrzeughalle der Mellendorfer Feuerwehr besichtigt und die Schwierigkeiten von Maik Plischke beim Ausrücken mehrerer Fahrzeuge beschrieben. „Die Türen von zwei nebeneinander stehenden Fahrzeugen sind nur mit Rücksicht gemeinsam zu öffnen, der Abstand ist zu klein. Auch die sich hinter dem Fahrzeug befindenden Uniformen sind nur noch übergangsweise geduldet. Des Weiteren ist der Platzbedarf für das Umziehen der Kameraden nicht gegeben.“ In Mellendorf gibt es 70 aktive Feuerwehrkameraden. Es ist die Schwerpunktfeuerwehr, hier wird der gesamte Atemschutz von 150 Geräteträgern aus der Wedemark aufbereitet.
„Die Mellendorfer Feuerwehr übergibt den Einsatz an die Ortswehren und sichert die Stabsarbeit bei großen Vorfällen. Dazu ist eine ausreichende Selbstversorgung mit Strom nötig, die Stromausfälle eine gewisse Zeit in ausreichender Qualität, auch zur Sicherheit und Beruhigung der Bevölkerung überbrücken kann“, erläuterte Gemeindebrandmeister Maik Plischke seinen Zuhörern.