Feuerwehrnachwuchs ausgebildet

Gemeindeausbildungsleiter Dirk Thelow legt bei der Entlassung der Teilnehmer der Truppmann-1-Ausbildung das Zertifikat für Enno Dirksen von der Feuerwehr Bissendorf auf den Tisch, während die anderen Lehrgangsteilnehmer im Hintergrund applaudieren. Foto: A. Wiese
 
Dieses Gruppenbild von den Teilnehmern des Truppmann-1-Lehrgangs hat die Feuerwehr selbst erstellt und den Teilnehmern zum Abschied geschenkt. Foto: Feuerwehr Wedemark

18 Absolventen im Truppmann-1- und 15 imTruppmann-2-Lehrgang

Elze (awi). Auch die Ausbildung bei der Feuerwehr läuft in Corona-Zeiten nicht wie gewohnt ab, aber sie hat jedenfalls stattgefunden. Mit 18 Absolventen der Truppmann 1- und 15 der Truppmann-2-Ausbildung ist der Feuerwehrnachwuchs einmal mehr gesichert. In diesem außergewöhnlichen Jahr konnte Dirk Thelow, Ausbildungsleiter bei der Feuerwehr Wedemark, nicht nur Teilnehmer aus den Wedemärker Ortsfeuerwehren begrüßen, sondern auch Gäste aus Langenhagen und Garbsen. Erste große Änderung war das Gelände: Wie immer waren die Lehrgangsteilnehmer mit ihren Ausbildern drei Wochen lang bei der Feuerwehr Elze zu Gast, doch die Ausbildung selbst fand bis auf einen kleinen einmaligen Praxisteil nicht auf dem Wasserwerksgelände statt. „Enercity hätte uns das Gelände wieder zur Verfügung gestellt, doch wir hätten nicht in die Gebäude gedurft, was schon bezüglich der Toiletten schwierig geworden wäre, und wir hätten sicherstellen müssen, dass wir mit keinem Mitarbeiter des Wasserwerks Kontakt haben. Aufrund dieser Auflagen haben wir uns entschlossen, die Ausbildung in diesem Jahr auf dem Gelände hinter dem Gerätehaus Elze und dem Gelände der Grundschule Elze stattfinden zu lassen“, erklärte Ausbildungsleiter Dirk Thelow im Gespräch mit dem ECHO. Eine weitere corona-bedingte Änderung schlug sich im Zeremoniell der Zertifikatsübergabe am letzten Sonnabend nieder: Es gab keine Gratulation per Händedruck und keine persönliche Überreichung der Urkunden, die nur auf einem Tisch abgelegt wurden, und auch der gemeinsame Ausklang mit Essen entfiel.
Die obligatorischen Redebeiträge durften allerdings nicht fehlen.So begrüßte Thelow zunächst die Gäste Bürgermeister Helge Zychlinski, Ortsbürgermeister Jürgen Benk und den Feuerschutzausschussvorsitzenden Christian Vorwallner, den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Sebastian Jagau und Regionsausbildungsleiter Detlef Köllenberger sowie alle Ausbilder und Lehrgangsteilnehmer. Zum Auftakt beglückwünschte Bürgermeister Helge Zychlinski die erfolgreichen Teilnehmer des Truppmann-1-Lehrgangs. Die Truppmann-2-Absolventen waren bereits einige Stunden früher entlassen worden, um das Aufeinandertreffen zuvieler Menschen zu vermeiden. Der Bürgermeister bedankte sich bei den Feuerwehrmännern und -frauen für ihre Bereitschaft, sich für die Allgemeinheit einzusetzen und freute sich, dass das Verhältnis der weiblichen Teilnehmer kontinuierlich von Jahr zu Jahr steige. Die frisch gebackenen Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen hätten nicht nur viel Zeit in ihre Ausbildung investiert, sondern seien auch bereit, dies weiterhin bei den Übungsdiensten und im Einsatzgeschehen zu tun. Ausdrücklich bedankte sich Zychlinski auch bei den Ausbildern und bei Gemeindeausbildungsleiter Dirk Thelow für sein „unglaubliches Engagement“. Ortsbürgermeister Jürgen Benk freute sich, dass Elze sich erneut als idealer Ausbildungsstandort bewährt habe und das Grundschulgelände den Ausfall des Wasserwerks habe kompensieren können. Ausschussvorsitzender Christian Vorwallner erinnerte daran, dass das Leben ein ständiges Lernen sei und auch für die Teilnehmer der Grundlehrgänge sicherlich noch viele fachbezogene Lehrgänge folgen würden. Detlef Köllenberger gratulierte im Namen der Regionsfeuerwehrführung und schloss sich seinen Vorrednern an. Sebastian Jagau bedankte sich, dass die Einhaltung der Corona-Bedingungen so einwandfrei geklappt habe und bei den Ausbildungsleitern für die Erstellung des Hygienekonzepts. Dirk Thelow bestätigte, dass es ihm und seinen Kameraden viel Spaß gemacht habe, in dreieinhalb Wochen in insgesamt 70 Stunden 18 unterschiedlichen Charakteren Eeuerwehrgrundwissen zu vermitteln und dabei den Ernst der aktuellen Lage zu keinem Zeitpunkt aus den Augen zu verlieren. „Ihr habt hier bei uns das Gehen gelernt und müsst jetzt das Laufen lernen“, gab Thelow den Absolventen mit auf den Weg und riet ihnen, viel auszubrobieren, aber sich nicht zu übernehmen. „Ihr müsst eure Möglichkeiten nutzen, aber so, dass ihr nicht verbrennt“, mahnte er im übertragenen Sinne. Feuerwehrleute, die alles können, gebe es im Jahr2020 nicht mehr, riet er den Kameraden, das zu tun, was ihnen Spaß mache und wofür sie Verständnis hätten. Ein herzliches Dankeschön richtete Thelow an sein Ausbilderteam, dessen Qualifikation diese Ausbildung erst möglich mache. Sein Dank galt auch Walter Boss, der auch in diesem Jahr für die Verpflegung der Lehrgangsteilnehmer sorgte.
Truppmann Teil 1: Enno Dirksen, Alexander Krumbein, Theo Wohlers (alle Feuerwehr Bissendorf), Tim Hemme (Brelingen), Oskar Brunn, Kjell Raschke, Florian Köhne (alle Langenhagen), Louisa Hardy (Oegenbostel), Manuel Adomat, Annika Wesche, Santino Wohlers (alle Elze), Mareen Lange (Wennebostel), Annabelle Moeck (Gailhof), Steffen Wetzel (Mellendorf), Tobias Niemeyer (Garbsen), Hinrich Kracke (Meitze), Ronja Maria Rickert (Elze) und Xenia Geers (Duden-Rodenbostel).
Truppmann Teil 2: Fynn Pflüger, Max Schobel (Hellendorf), Jonas Rodewald (Meitze), Nike Adamson, Janina Senkel (Resse), Maximilian Hartmann (Bissendorf), Luca Hauer (Oegenbostel), Hendrik Pflüger (Hellendorf), Tim Konermann (Mellendorf), Leon Sand (Berkhof), Marcel Mattes (Brelingen), Matthias Michalke, Hergen Pannock (Wennebostel), Thomas Reiß, Pascal Hagemann (Resse).