Finale der Theater Tage Wedemark

Sehen dem Finale der Theater Tage Wedemark mit Spannung entgegen: Die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier (von links), die Schauspieler Petra Henning und Ralf Schmidt, Projektleiter Dirk Ihle und Wedemarks Kulturbeauftragte Angela von Mirbach. Foto: A. Wiese

Jetzt Karten für Heim.We am 26. und 27. Oktober im Bürgerhaus sichern

Wedemark (awi). Ein Begriff steht beim Finale der Theater Tage Wedemark am nächsten Wochenende absolut im Mittelpunkt: Heimat. Und so heißt auch das Stück, das die Akteure Andreas Henning, Ralf Schmidt, Petra Henning, Kerstin Duve, Christian-Albrecht Drews, Mats Schmidt und Maisa Wadi-Schwarz von der Theatergruppe Wedemark seit Frühjahr eingeübt haben „Heim.We.“
Es geht um Heimat. Heimat ist ein Ort, in den ein Mensch hineingeboren wird. Aber was ist Heimat heute noch? Und was nicht? Gibt es noch ein Heimatgefühl? Ist das dann ortsgebunden und falls ja, was könnte Heimat dann bedrohen? All diese Fragen haben sieben Laien-Schauspieler aus der Wedemark untersucht. Ihr Ergebnis präsentieren die Frauen und Männer, die die professionelle Berliner Regisseurin Anne-Stine Peters vom Schauspielhaus Hannover an ihrer Seite hatten, am 26. und 27. Oktober, jeweils um 19 Uhr im Bürgerhaus. Die Gemeinde Wedemark hat für dieses Mitmachprojekt Fördermittel von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung erhalten. Für Wedemarks Kulturbeauftragte Angela von Mirbach und den Projektleiter der Theatertage, Dirk Ihle, war es ein Herzensbedürfns, „Kultur selber zu machen“ und aktuelle Themen aufzugreifen. Die Verwaltung wird auch über das aktuelle Projekt hinaus bis 2021 vom Bund gefördert, um das Theaterspielen und Theater anschauen in der der Gemeinde zu ermöglichen. Die Verwaltung habe dafür die Theater Tage konzipiert und im Juni erstmalig durchgeführt, erklärte von Mirbach. „Wir sind total begeistert, dass wir es geschafft haben, dieses Projekt auf die Beine zu stellen“, waren sich von Mirbach und Ihle bei der Vorstellung der Finalveranstaltung einig. Die Laienschauspieler haben seit April jedes zweite Wochenende geprobt. Ihr Anliegen ist es, mit dem Stücke das Wir-Gefühl zu stärken und ein Heimat-Gefühl zu transportieren, „damit alle sehen, wie das hier ist“, betont Schauspielerin Petra Henning. „Wir haben da einen Ball ins Rollen gebracht, der auch mal die Richtung geändert hat, an dem wie an einem Schneeball Dinge kleben geblieben und wieder abgefallen sind“, verdeutliche Angela von Mirbach und bedankte sich vor allem bei Dirk Ihle für seinen Einsatz, unter anderem bei Bühnenbau und Technik. Allein der Weg zum Finale habe schon Neugier ausgeläst neue Interessierte aufmersam gemacht. Wer jetzt Blut geleckt hat, kann sich für die nächste Saison der Theater Tage Wedemark 2020 bewerben, am besten direkt im Rathaus bei Angela von Mirbach. „Das Projekt Probebühne lädt zum Mitmachen ein, wir wollen Wedemärker Kultur selber machen“, erklärt die Kulturbeauftragte. Dirk Ihle ist fasziniert, wie aus dem Projekt Probebühne mittlerweile ein Theaterstück geworden ist, das sich um den Heimatbegriff dreht. Es wurden Interviews geführt und Videos aufgenommen. Das komplette Stück ist szenisch aufgebaut, hat eine zentrale Botschaft und einen Schluss. „Heimat ist nicht ein vergangenes Ideal, sondern die Utopie einer Zukunft für alle“, bringen es von Mirbach und Ihle auf den Punkt. Dieses Gefühl wollen sie den Zuschauern vermitteln: „Das Leben gestaltet sich jetzt in jeder Sekunde neu!“